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Krimi am Haarenufer: Baskets Akademie kämpft Schalke nieder

18.02.2017

Die Baskets Akademie Weser-Ems hat am Samstagabend einen weiteren Schritt in Richtung Heimvorteil in den Playoffs gemacht.

Nach einem hochverdienten 75:67-Heimsieg über Schalke 04 bleiben die Oldenburger nach dem 20. Spieltag in der ProB auf Kurs Minimalziel 4. Platz. Auch eine Platzierung weiter oben ist in den verbleibenden zwei Partien der Hauptrunde weiterhin möglich.

Das erste Viertel vor 300 Zuschauern in der Haarenuferhalle gehörte allerdings den Gästen aus Gelsenkirchen. Schalke wirkte zu Beginn abgeklärter als die Spieler der Baskets Akademie. Gleich die ersten beiden Angriffe schloss S04 mit erfolgreichen Dreiern ab, was den kleinen aber lautstarken Fan-Block der Gäste in Wallung brachte.

Das Team von Head Coach Artur Gacaev, der sich nach zwei Niederlagen in Folge unter der Woche den Vollbart abrasiert hatte („Ich musste etwas verändern, damit wir wieder auf die Erfolgsspur gelangen“),  zeigte sich nach einem leicht holprigen Beginn unbeeindruckt und kam immer besser ins Spiel.

„Ich bin sehr stolz! Die Jungs haben heute nach einer schwierigen ersten Halbzeit großen Charakter gezeigt“, sagte Gacaev. Unter den Zuschauern weilte auch Philipp Schwethelm, Forward der EWE Baskets Oldenburg, der nach Spielende konstatierte: „Das war vom Spaß-Faktor her die beste zweite Halbzeit, die ich von unserem ProB-Team bisher gesehen habe.“

In einer kämpferischen Partie behielt Schalke in den ersten zehn Minuten leichtes Oberwasser und gewann das 1. Viertel mit 20:17. Oldenburg ging personell geschwächt ohne die angeschlagenen Guards Haris Hujic und Armin Musovic ins Spiel, kompensierte die Ausfälle aber mit viel Einsatz. Vor allem Lucien Schmikale (10 Punkte, 4 Rebounds) stach hierbei mit Treffsicherheit von der Dreier-Linie hervor und glänzte mit starkem Hustle Play und Balleroberungen.

Gegen Ende der ersten Halbzeit verließ jedoch fast das ganze Akademie-Team vor allem unter dem Brett das Wurfglück. Besonders Philip Zwiener (5 Punkte, 4 Rebounds) und Marcel Kessen (24 Punkte, 8 Rebounds) taten sich im 2. Viertel gegen die teilweise unorthodox spielenden und vergleichsweise kleinen Schalke-Akteure auf den großen Positionen sichtlich schwer. Zudem kassierte Jan Niklas Wimberg (0 Punkte, 0 Rebounds) zu Beginn der zweiten zehn Minuten bei einem Passversuch unter lautem Schmerzschrei einen Schlag am Oberarm und musste vom Parkett.

Mit einem 31:37-Rückstand ging Oldenburg in die zweite Halbzeit, in der Mitte des 3. Viertels beide Mannschaften mit gelungenen Aktionen die Zuschauer zu Szenenapplaus hinrissen. Schalke büßte aber erst 90 Sekunden vor Ende des Viertels seinen 6-Punkte-Vorsprung ein, als Till Isemann (3 Punkte, 2 Rebounds) per Dunking, Jacob Hollatz (4 Punkte, 3 Rebounds) und zur Begeisterung der Akademie-Fans Anton Perepeliukov (13 Punkte, 2 Rebounds) per Korbleger und Dreier zum 50:49 für Oldenburg kurz vor der Sirene zum Viertel-Ende die Führung erzielte.

Das war der erhoffte Energizer! Das Momentum lag nun eindeutig auf Oldenburger Seite, die Schalker waren beeindruckt und schließlich von der Rolle. Vor allem Kessen explodierte in der Crunchtime und war nun in der Zone von Schalke nicht mehr zu stoppen.

Als dann Robert Drijencic (9 Punkte, 3 Assists, 2 Rebounds) per Dreier und Korbleger 87 Sekunden vor Schluss zum 73:66 traf, stand die Haarenuferhalle Kopf. Mit einer gelungenen Mischung aus mannschaftlicher Geschlossenheit und Einzelaktionen im genau passenden Moment gelang der 13. Saisonsieg.

Text: Roland Schekelinski (EWE Baskets Oldenburg)

Foto: Baskets Akademie Weser-Ems