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Mit Intensität und Teamspiel Aufsteiger auf Distanz halten

01.04.2016

Nach drei Auswärtserfolgen in Serie wollen die EWE Baskets endlich wieder ihr eigenes Publikum begeistern. Mit viel Intensität und Teamstärke soll am Sonntag (17 Uhr/große EWE Arena) Aufsteiger GIESSEN 46ers auf Distanz gehalten und somit der zehnte Erfolg nacheinander eingefahren werden. Damit wären auch theoretische Restzweifel an der Playoff-Teilnahme ausgeräumt.

Ausgangssituation: Die Bilanz ist mehr als beeindruckend: Neun Siege in Folge stehen mittlerweile für die Oldenburger zu Buche. Mit einem weiteren Erfolg würden die EWE Baskets die eigene Bestmarke aus der Saison 2007/2008 erreichen. Damals gelangen dem von Predrag Krunic trainierten Team zwischen Februar und April 2008 zehn Siege hintereinander. 

Bemerkenswert ist aktuell die Nervenstärke, die die EWE Baskets vor allem in der Schlussphase beweisen. In Würzburg, Berlin und Braunschweig konnten die Spieler von Headcoach Mladen Drijencic in der „Crunchtime“ stets nachlegen. Die Siegesserie hat die Oldenburger nunmehr auf dem dritten Platz etabliert und damit zum ernstzunehmenden Anwärter aufs Heimrecht im Playoff-Viertelfinale gemacht.

Das kommt: Nach der Partie bei der abstiegsbedrohten BG Göttingen am 10. April (15 Uhr) biegen die EWE Baskets in der Beko BBL auf die Zielgerade der Normalrunde ein. Mit den Heimspielen gegen die Brose Baskets (16. April/20.30 Uhr), ratiopharm ulm (24. April/15 Uhr) und Bayern München (1. Mai/17 Uhr) warten drei Leckerbissen auf die Oldenburger Fans. Karten für alle Partien sind unter http://ewe-baskets.de/tickets erhältlich.

Der Gegner: Wann immer die Experten vor der Saison nach den Kandidaten für den Abstiegskampf befragt wurden, die GIESSEN 46ers zählten zu den Mannschaften, denen eine Saison im unteren Drittel vorhergesagt wurde. Unter Headcoach Dennis Wucherer hatten die 46ers bereits in der vergangenen Spielzeit überraschend den Aufstieg geschafft und sich die Meisterschaft in der Pro A gesichert. Basis war dabei vor allem die große mannschaftliche Geschlossenheit, aus der kein Spieler in besonderer Weise herausragte.

Mit Beginn der neuen Saison zeigte sich allerdings schnell, dass die Gäste das Potenzial besitzen, um nicht in Abstiegsgefahr zu geraten. Bereits am 3. Spieltag gelang der sensationelle Heimsieg über die Brose Baskets. In der gesamten Vorrunde stand ein konstanter Platz im unteren Mittelfeld der Liga, im neuen Jahr ging die Entwicklung stetig nach oben. Sieben von zehn Partien konnten siegreich gestaltet werden; mit 28:26 Punkten sind die Playoffs in greifbare Nähe gerückt.

Gleich zwei Spieler fanden während der laufenden Spielzeit den Weg aus Bamberg nach Hessen. Nationalspieler Karsten Tadda bringt seine große Erfahrung aus vielen Partien in den europäischen Wettbewerben ein und kümmert sich um die besten Offensivspieler des jeweiligen Gegners. Mit Gabriel Olaseni erhielten die 46ers zudem große Qualität unter den Körben. Der Center, der direkt vom College zum deutschen Meister wechselte, konnte sich in Bamberg nicht durchsetzen. In Gießen allerdings blühte Olaseni auf, bringt seine Athletik ein und überzeugt mit 11,7 Punkten und 7,4 Rebounds im Schnitt.

Die EWE Baskets erwartet am Sonntag ein ausgeglichenes Team, dessen Qualitäten vermehrt in der Defensive liegen. Während die Gäste sich in der Offensive nur im Mittelfeld der Liga platzieren (77,6 Punkte pro Partie), sind nur 78,9 kassierte Punkte pro Begegnung ein Grund für die realistische Playoff-Chance. 19,8 Assists pro Begegnung - ein Wert, mit dem die Gäste zu den besten vier Teams der Liga zählen - deuten auf das ausgeprägte Teamspiel hin. 37,6 Prozent Trefferquote aus der Distanz verdeutlichen die Gefahr der Schützen.

Das sagt Mladen Drijencic (Headcoach EWE Baskets): „Die Gießener sind ein sehr gut gecoachtes Team. Sie spielen eine strukturierte Offensive und machen das Feld immer wieder breit. Zudem verfügt die Mannschaft über gute Werfer. Es gibt keinen Star, den man aus dem Spiel nehmen müsste. Stattdessen wird die Verantwortung auf viele Schultern verteilt. Uns erwartet eine harte Defensive. Wir müssen die Offensivrebounds kontrollieren, die Passfähigkeiten von Braydon Hobbs beschränken und die Schützen kontrollieren. Zudem wird Karsten Tadda alles daran setzen, unsere wichtigsten Offensivoptionen aus dem Spiel zu nehmen.“

Text: Oliver Schulz, Christian Ruhe/EWE Baskets Oldenburg
Bild: Ulf Duda/fotoduda.de