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78:76-Auswärtssieg verschafft EWE Baskets glänzende Ausgangslage

24.02.2016

Die EWE Baskets sorgen im Eurocup weiter für Furore. Mit einem 78:76-Sieg bei SIG Strasbourg gelangten die Oldenburger am Mittwochabend in eine glänzende Ausgangsposition fürs Rückspiel kommende Woche. Mit der Unterstützung der eigenen Fans soll am Dienstag, 1. März, in der voll besetzten kleinen EWE Arena der Viertelfinal-Einzug klar gemacht werden.

Dank einer fulminanten Auswärtsleistung setzen die EWE Baskets ihren Triumphzug in Europa weiter fort. Gegen das herausragende besetzte Euroleague-Team aus der Elsass-Metropole zeigten die Oldenburger, zu welchen Erfolgen sie in dieser Saison noch fähig sein können. Von Beginn an hellwach, mit wenigen Schwächephasen und einer erneut herausragenden Vorstellung von Rickey Paulding, der 24 Punkte (vier Dreier) erzielte, nahmen die Gäste den verdienten Erfolg mit ins Reisegepäck. Am kommenden Dienstag soll um 20.45 Uhr in der kleinen EWE Arena der Einzug in die Runde der besten acht Clubs im Eurocup gesichert werden. Karten für die dann mutmaßlich ausverkaufte Partie sind an allen bekannten Verkaufsstellen sowie online unter www.ewe-baskets.de/tickets erhältlich. Zunächst steht schon am Freitag um 20 Uhr die Heimspartie in der Beko BBL gegen Phoenix Hagen an.

Mladen Drijencic hatte für die Startformation Chris Kramer, Vaughn Duggins, Rickey Paulding, Nemanja Aleksandrov und Brian Qvale vorgesehen. Die Gastgeber brachten mit Lou Campbell, der in der Saison 2010/2011 im Trikot der EWE Baskets aktiv war, dem ehemaligen NBA-Profi Rodrigue Beaubois, den Forwards Mardy Collins und Kyle Weems sowie dem ehemaligen Ulmer Matt Howard viel Prominenz aufs Parkett. „Gemessen an der Qualität ist SIG Straßburg eine Mannschaft für die Euroleague. Der Gegner verbindet eine hohe individuelle Klasse mit einer teamorientierten Spielweise und vielen variablen Systemen“, hatte Oldenburgs Headcoach vor dem Spiel richtig spekuliert.

Derart gut eingestellt, erwischten die Oldenburger den besseren Beginn, überraschten die Franzosen mit ihrem schnellen Ballvortrag und verteidigten zudem intensiv den eigenen Korb. Der Lohn war eine frühe Spielkontrolle mit einer kontinuierlichen Führung. Über 10:4 (5.) und 19:14 (8.) hielten die Gäste die Straßburger auf Distanz. Zudem lief Rickey Paulding heiß. Der Kapitän fand schnell seinen Wurf, traf früh drei Dreier und kam so bereits im ersten Viertel auf 15 Punkte. Während die EWE Baskets vergleichsweise oft zum Korb zogen, fanden die Gastgeber ihr Heil aus der Mitteldistanz. Mit 21:19 gewannen die Oldenburger den erste Abschnitt. Einige bange Minuten erlebte das Drijencic-Team, als Aleksandrov umknickte und vom Feld humpelte. Allerdings entpuppte sich die Verletzung als nicht so schwerwiegend. Der Serbe kam nach einer kurzen Auszeit zurück und erzielte bis zum Ende 13 Punkte. 

Da Paulding sich weiter auf höchstem Niveau bewegte und sich seine Nebenspieler davon inspirieren ließen, bauten die Baskets ihre Führung weiter aus. Auf Center Brian Qvale hatte sich die französische Verteidigung gut eingestellt. Das wiederum brachte die Scharfschützen der Oldenburger ins Spiel. Bis zur Pause bewegten sich die Gäste hier bei 50 Prozent. Im Spielaufbau erhielt Scott Machado seine Chance und nutzte sie nach kurze Eingewöhnung mit fünf Punkten in Folge. Die 46:41-Führung nach 20 Minuten für die EWE Baskets war der verdiente Lohn einer couragierten Vorstellung.

In der festen Absicht, den Heimsieg nicht herzugeben, kamen die Franzosen nach dem Seitenwechsel aus der Kabine. Das Team von Headcoach Vincent Collet zeigte sich nun aufmerksamer in der Defensive und sammelte mehr Rebounds ein. In der Folge wurde es für die Oldenburger schwieriger, zu Punkterfolgen zu kommen. Rickey Paulding knüpfte an seine überragende Vorstellung aus der ersten Hälfte an und erhöhte sein Konto auf 22 Zähler. Zum Ende des dritten Viertels schlichen sich bei den Baskets allerdings einige unglückliche Entscheidungen im Abschluss ein. Zwei Minuten vor Schluss lagen die Straßburger erstmals nach langer Zeit wieder knapp vorne (55:54). Bis zum Viertelende hatten die Oldenburger dies aber wieder korrigiert (61:57).

Im Gefühl des möglichen Auswärtssieges für die EWE Baskets konzentrierten beide Seiten in den letzten zehn Minuten noch einmal die Kräfte. Es wurde die erwartete enge, spannende Partie. Zunächst folgten die Oldenburger ihrer Marschroute und kamen über das Spiel eins gegen eins zum Erfolg. Die Straßburger mobilisierten in der umkämpften Schlussphase alles und kamen in der Tat bis auf zwei Punkte heran. Mit etwas Glück und viel Geschick sicherte das Drijencic-Team aber den wichtigen Auswärtssieg.

Text: Oliver Schulz/EWE Baskets Oldenburg
Foto: SIG Strasbourg