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Mauro Parra freut sich auf Basketball-Leckerbissen in Oldenburg

11.01.2016

Wäre Mauricio Parra als Assistent Coach der EWE Baskets nicht ohnehin am Mittwoch im Eurocup-Einsatz, er hätte dennoch einen Platz in der kleinen EWE Arena in Oldenburg. „Ein besseres Basketball-Team als Valencia Basket wird man in Europa nicht finden. Als einzige Profi-Mannschaft in den populären Ballsportarten ist sie noch ungeschlagen.“

Der 43-jährige Spanier schwärmt vom momentan einzigartigen Gegner, allerdings ohne das Selbstvertrauen in die Stärke des eigenen Teams zu verlieren. „Es ist doch etwas Besonderes, die erste Mannschaft sein zu können, die Valencia besiegt. Das sollte sich wirklich kein Zuschauer entgehen lassen“, sagt Parra schmunzelnd.

Alle Fakten sprechen für den Club aus Valencia, der seit Saisonbeginn wettbewerbsübergreifend in 26 Spielen erfolgreich ist. „Ein unglaublich tiefer Kader, 13 Spieler in ähnlicher Leistungsstärke, auf mancher Position sogar dreifach stark besetzt“, weiß Mladen Drijencic´ Co-Trainer. So konnten in den vergangenen Partien problemlos die Verletzungen der erfahrenen Guards Sam van Rossom und Jon Stefansson kompensiert werden.

„Mit Bojan Dubljevic und Justin Hamilton ist der Gegner zudem unterm Korb doppelt stark ausgestattet. Auf der Spielposition vier hat er extrem gute Werfer - wie wir zum Beispiel Nemanja Aleksandrov, aber mit John Shurna physisch kräftiger. Auf der Drei spielen in Romain Sato und Vladimir Lucic  Akteure, die gut aufposten können“, sagt Mauricio Parra, der vor zwei Jahren mit ALBA BERLIN an der Seite von Headcoach Sasa Obradovic im Eurocup-Viertelfinale an Valencia scheiterte. „Auch der Aufbau ist mit dem französischen Nationalspieler Antoine Diot und dem jungen Guillem Vives herausragend besetzt. Fast alle können von den Außenpositionen treffen, auch die großen Spieler Dubljevic und Hamilton, Shurna oder Luke Sikma. Zusammenfassend also eine offensivstarke Mannschaft , die somit extrem attraktiv anzusehen ist.“

In der spanischen Liga ACB hat Valencia bislang alles besiegt, was Rang und Namen hat. Alle vier Euroleague-Teilnehmer Real Madrid, Unicaja Malaga, FC Barcelona Lassa und Laboral Kutxa Vitoria rangieren in der Tabelle dahinter. Am Sonntag wurde es gegen Morabanc Andorra zwar eng, weiß Mauro Parra. „In der Crunchtime haben sie das Spiel allerdings mit zwei Dreiern entschieden. Sie sind also auch auswärts sehr nervenstark.“

Die Zusammenarbeit des neuen Chefcoaches mit dem Sportmanager scheint in Valencia der Schlüssel zum Erfolg. „Pedro Martinez ist einer der dienstältesten Trainer in Spanien. Er verfügt über sehr viel Erfahrung, war bei Badalona, viele Jahre in Gran Canaria, vergangenes Jahr in Manresa. Gemeinsam mit Sportdirektor Chechu Molero wurde der Kader so zusammengestellt, dass jedes Puzzlestück passt.“

Die spannendste Frage im europäischen Basketball lautet derzeit: Wann reißt die Siegesserie? „Andorra war am Sonntag schon nah dran“, hat Mauricio Parra beobachtet. „Natürlich wollen Valencias Spieler auch weiterhin alles gewinnen. Dennoch kreist in den Köpfen immer diese eine Frage. Das ist nach so vielen Siegen auch normal, und gleichzeitig nicht so einfach, sich immer neu zu motivieren.“  Darin sieht der Coach die große Chance der EWE Baskets: „Wir sind in den vergangenen Spielen von Woche zu Woche besser geworden. Wenn es uns am Mittwoch mit den Fans im Rücken gelingt, unseren besten Basketball zu spielen, wüsste ich nicht, warum wir nicht die erste Mannschaft sein sollten, die Valencia besiegt.“

Text: Oliver Schulz/EWE Baskets Oldenburg
Bild: Ulf Duda/fotoduda.de