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Vorbericht

Hamburg Towers - EWE Baskets Oldenburg

EWE Baskets zum Nordderby beim Team der Stunde

13.04.2021

 Bild: Ulf Duda

Am Mittwoch (20.30 Uhr) stehen die EWE Baskets vor einer enormen Herausforderung im Schlüsselspiel um das Heimrecht in den Playoffs. Mit den Hamburg Towers treffen die Oldenburger auf einen Gegner, der zuletzt acht Siege in Serie in der easyCredit BBL feierte.

Der Start in die entscheidenden letzten Wochen ist den EWE Baskets am vergangenen Wochenende geglückt. Die Oldenburger durften sich nicht nur einmal mehr über einen souveränen Sieg freuen, durch die Crailsheimer Niederlage wuchs gleichzeitig der Vorsprung auf den fünften Platz auf drei Niederlagen. Zudem hat auch Bayern München bereits eine Niederlage mehr auf dem Konto, steht aktuell nur dank zweier mehr absolvierter Spiele auf dem dritten Rang.

Beim Erfolg über Bonn spielten die Oldenburger erneut ihre enorme Qualität in der Offensive aus, die auch in der Geschichte der BBL selten erreicht wurde. Der Punkteschnitt von 94,8 Punkten pro Partie wurde seit über 20 Jahren von keiner Mannschaft mehr erreicht, seit dem Nationalmannschaftsfenster erzielte das Team in acht Partien sogar genau 100 Punkte im Schnitt. Ein Wert, der sich ergibt, weil die EWE Baskets mit ihrer Feldquote (51,7 Prozent), der Dreierquote (42,2 Prozent) und den Assists (22,4) das beste Team  der BBL sind und sich gleichzeitig die wenigsten Ballverluste (10,9) erlauben.

Die offensive Qualität, der Oldenburger Rhythmus und die Struktur der Offensive werden am Mittwoch nun auf die vielleicht größtmögliche Probe gestellt. Wie keine andere Mannschaft der BBL setzen die Hamburger darauf, das Spiel ihres Gegners aus dem Takt zu bringen und daraus Vorteile zu ziehen. Die Gastgeber erlauben ihren Kontrahenten nur 16,7 Assists pro Partie  und erzwingen gleichzeitig 16,7 Ballverluste. Nur Ludwigsburg und Berlin kassieren weniger Punkte (78) als die Towers.

Zudem haben die Hamburger aktuell einen klassischen Lauf, strahlen enorme Selbstsicherheit aus. Teil der acht Partien dauernden Siegesserie sind auch Erfolge in Bamberg, gegen München und gleich zwei gewonnene Spiele gegen ALBA BERLIN, die sich zuletzt am vergangenen Samstag mit 68:75 geschlagen geben mussten.

Besonderen Anteil daran hatte Kameron Taylor, der 23 Punkte erzielte und sich acht Steals sicherte. Auch über die Saison gesehen ist Taylor mit 14,4 Punkten, 5,4 Rebounds, 3,3 Assists und 1,8 Steals ein ganz entscheidender Faktor für den Hamburger Erfolgsweg. Dazu spielt Center Maik Kotsar in seiner ersten Profisaison mit 14,4 Punkten und 6,6 Rebounds überragend und zählt zu den besten Centern der BBL. Spielmacher T.J. Shorts (13,3 Punkte, 5,2 Assists) sorgt mit seinem Tempo für Probleme bei den Gegnern, Youngster Justus Hollatz bietet mit Größe, Struktur und defensiver Qualität das passende Gegenstück.

Über welche Klasse die Hamburger verfügen, zeigte sich bereits im Hinspiel, das über 40 Minuten umkämpft war und erst mit einem Buzzer Beater von Keith Hornsby für die EWE Baskets entschieden wurde. Ein erneuter Erfolg am Mittwoch wäre ein ganz großer Schritt in Richtung Heimrecht.



Tabelle

PL TEAM PKT
1MHP RIESEN Ludwigsburg60:8
2ALBA BERLIN56:12
3EWE Baskets Oldenburg50:18
4FC Bayern München48:20
5HAKRO Merlins Crailsheim48:20
6ratiopharm ulm46:22

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Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (Head Coach EWE Baskets Oldenburg): „Hamburg ist enorm physisch und intensiv und legt das eigene Spiel darauf an, den Gegner in diesem Bereich zu überbieten. Das Ziel ist, den Rhythmus zu brechen und den Gegner auch mental zu beeindrucken. Gerade die Spitzenmannschaften haben sich damit schwer getan, weil Organisation und Struktur in ihrem Spiel wichtig sind. Für uns gilt, dass wir die gleiche Energie bringen müssen.“


Players to watch

War gegen Bonn einer der entscheidenden Gründe für den Umschwung, erzielte 18 Punkte und entwickelt immer mehr Gefahr aus der Distanz.
Spielt vielleicht den besten Basketball seiner BBL-Karriere, sorgt für viel Struktur und ist aus der Distanz gefährlich. Seine Ruhe wird gegen Hamburg gefragt sein.
Mittlerweile ein Kandidat für den besten Offensivspieler der BBL. Spielt enorm konstant und legt mit mehr als 50 Prozent Feldquote, mehr als 50 Prozent Dreierquote und über 90 Prozent Freiwurfquote Zahlen auf, die es bisher in der BBL kaum gegeben hat.