Spielplan
Fanshop
Tabelle
Kader
>>> FAN DAY: Ab 22. Juli Ticket-VVK für Nicht-DK- Inhaber <<<

Spielbericht

EWE Baskets Oldenburg - SIG Strasbourg 83:85

EWE Baskets geben Sieg in Overtime-Thriller aus der Hand

17.10.2023

 Bild: Ulf Duda

Die EWE Baskets Oldenburg haben den erhofften Auftakterfolg in der Basketball Champions League in einem echten Thriller verpasst. Mit 83:85 unterlagen die Oldenburger vor einer überragenden Kulisse von 5.431 Zuschauern nach Verlängerung gegen SIG Strasbourg. Bereits am Freitag ist die Mannschaft von Head Coach Pedro Calles in der easyCredit BBL gegen die Rostock Seawolves erneut vor den eigenen Fans gefordert.

An Spannung, Dramatik, Emotionen und Atmosphäre war die Rückkehr auf die europäische Bühne kaum zu überbieten. Die EWE Baskets allerdings müssen mit einer Niederlage zum Start leben. In einer absolut ausgeglichenen Partie kämpften die Gastgeber sich im letzten Viertel zunächst zurück, glaubten den Sieg dann schon in der Hand zu haben, bevor Strasbourg sich in die Verlängerung rettete. Dort gelang es den Oldenburgern nicht, fünf Punkte Vorsprung über die Zeit zu bringen. Und auch ein erhoffter Foulpfiff blieb aus, als Williams mit 0,4 Sekunden auf der Uhr zum Korb ging und hart bedrängt wurde.

Zum Oldenburger Topscorer wurde DeWayne Russell, der auf 17 Punkte und sieben Assists kam, Charles Manning Jr erzielte 16 Punkte, acht Rebounds und sieben Assists. Zudem punkteten Brekkott Chapman (14 Punkte, 8 Rebounds) und Ebuka Izundu (11 Punkte, 7 Rebounds) zweistellig.

Die 5.431 Zuschauer in der Großen EWE Arena bedeuteten eine neue Rekordkulisse für Oldenburger Heimspiele in der Basketball Champions League und die EWE Baskets begannen mit hoher Energie,  führten nach einem Korbleger von Russell mit 5:2. Strasbourg bewegte sich von Beginn nahezu durchgehend in einer Zonenverteidigung, versuchte den Oldenburgern den Rhythmus zu nehmen, die sich einige Ballverluste erlaubten. Insgesamt war das erste Viertel geprägt  von Intensität und viel defensivem Druck auf beiden Seiten. Für das Team von Pedro Calles, das in dieser Phase Reboundvorteile hatte, waren es eine starke Aktion von Agbakoko unter dem Korb und ein Dreier von DiLeo, die für die Führung sorgten (14:13). Strasbourg ging allerdings mit der Sirene wieder in Führung (16:17)

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste eine um fast 20 Prozent höhere Trefferquote. Für die EWE Baskets übernahm zwischenzeitlich Russell, der erst einen seiner Step-Back-Dreier netzte, dann auf dem Weg zum Korb verwandelte (23:19), die Franzosen aber begannen besser zu rebounden und verwandelten zwei Dreier in Serie (27:29). In einer ausgeglichenen Partie  bediente dann Russell seinen Center Izundu gleich doppelt per Alley oop und riss die Fans von den Sitzen (36:36). Der letzte Treffer aber blieb erneut Strasbourg vorbehalten, die mit einer Führung (36:38) in die Halbzeit gingen.

Nach Wiederbeginn sorgte Schoormann mit dem Vierpunktspiel für den Ausgleich (44:44). Die Gäste allerdings blieben in dieser Phase die strukturell bessere Mannschaft, hatten auch aus der Distanz die Antworten und stellten auf 46:51. Es war ein Dreier von Chapman, der Oldenburg nach 30 Minuten in Schlagdistanz hielt. Das Problem des Teams von Pedro Calles war eine zu diesem Zeitpunkt weiterhin schwache Zweierquote (33%).

Zu Beginn des letzten Viertels hatten die Gäste immer wieder die Antworten und zogen bis auf 56:65 davon. Dann allerdings hatte Head Coach Pedro Calles eine Formation gefunden, deren Größe, Physis und Energie Strasbourg zu stoppen vermochte. Angetrieben von einer ohrenbetäubenden Atmosphäre und offensiv angeführt von einem in dieser Phase nicht zu stoppenden Manning Jr. kam Oldenburg zurück. Der Guard erzielte sieben Punkte in Serie, die EWE Baskets waren dran und gingen nach einem Dunk von Izundu in Führung. Defensiv setzten die Gastgeber nun viele Highlights, Manning und Williams blockten, DiLeo führte wieder einmal an. Foster stellte dann von der Freiwurflinie auf 75:73, Booth glich allerdings aus und Manning Jr. verpasste den Dreier zum Sieg – Verlängerung.

Hier erkämpfte Izundu den Ball, Chapman vollendete unter dem Korb. Aus dem nächsten Rebound spielten die EWE Baskets mit Tempo,  Manning Jr ging hart zum Korb (81:77) und legte kurze Zeit später aus der Mitteldistanz nach (83:78). Nun aber blieben die Gäste ruhig, kamen immer wieder an die Freiwurflinie und gingen über sechs Freiwürfe in Führung (83:84). Die Oldenburger wurden etwas eindimensional in der Offensive, fanden nicht mehr die Lücken, erhielten auch gleich doppelt erhoffte Foulpfiffe nicht und mussten das Parkett mit einer Niederlage verlassen.



Tabelle

PL TEAM PKT
7Telekom Baskets Bonn40:28
8MHP RIESEN Ludwigsburg36:32
9EWE Baskets Oldenburg36:32
10Veolia Towers Hamburg34:34
11Bamberg Baskets30:38
12Basketball Löwen Braunschweig30:38

Nächstes Spiel


Stimmen zum Spiel

Pedro Calles :„Glückwunsch an Strasbourg. Es war kein leichtes Spiel, aber wir haben im letzten Viertel einen Weg gefunden und das Spiel gedreht. Wir konnten die Partie aber nicht endgültig entscheiden. In der Verlängerung war es ähnlich. Wir hatten eine Führung von fünf Punkten, haben den Gegner dann zu oft an die Freiwurflinie geschickt und ihn so wieder ins Spiel kommen lassen. In den letzten zwei Minuten haben wir die Offensive nicht nach unserem Plan gespielt.“

DeWayne Russell: „Beide Mannschaften haben intensiv gespielt, wir hatten das schlechtere Ende. Es ging um einen oder zwei Ballbesitze, aber beide Teams haben alles gegeben. Ich habe keine Verletzung, aber ich denke, die Entscheidung, mich am Ende nicht mehr zu bringen, war richtig. Wir konnten so mehr switchen und defensiv die richtigen Match ups finden. Am Ende haben wir unsere Offensive einfach nicht mehr so durchgezogen, wie wir es geplant hatten.“