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Spielbericht

EWE Baskets Oldenburg - Umana Reyer Venice 98:87

Traumstart in Top 16: EWE Baskets dominieren italienischen Meister

08.01.2020

Die EWE Baskets Oldenburg haben zum Start in das Top 16 geglänzt. Vor 2.605 Zuschauern in der Großen EWE Arena begeisterten die Oldenburger mit leidenschaftlicher Defensive und schöner Ballbewegung in der Offensive. Der 98:87-Erfolg über den italienischen Meister Umana Reyer Venice war so am Ende hochverdient.

Mit einer der stärksten Leistungen der Saison haben die Oldenburger zum Auftakt in das Top 16 ein Statement gesetzt. Von Beginn an setzten die Gastgeber ihren Gegner unter Druck, erzwangen so 12 Steals und 18 Ballverluste von Venedig. Die EWE Baskets arbeiteten trotz körperlicher Nachteile auf den großen Positionen hervorragend im Rebound (33:30) und sicherten sich elf offensive Bretter. Dazu bewegte die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic den Ball hervorragend, spielte 20 Assists bei nur acht Ballverlusten und erzielte so gegen die bisher zweitbeste Verteidigung des Wettbewerbs (71,3 Gegenpunkte im Schnitt) fast 100 Zähler. So führte Oldenburg zwischenzeitlich gegen die beste Mannschaft der Gruppenphase, die erst im letzten Viertel Ergebniskosmetik betreiben konnte, mit deutlich über 20 Punkten Vorsprung.

Rasid Mahalbasic wurde zum überragenden Mann auf dem Parkett und war von den Gästen nie zu stoppen. Der Center verwandelte 12 von 13 Würfen aus dem Feld, kam so auf 25 Punkte, 14 Rebounds und fünf Assists. Kapitän Rickey Paulding (17 Punkte) und Justin Sears (10) punkteten ebenfalls zweistellig. Zudem kam Braydon Hobbs, der hervorragend Regie führte auf 14 Punkte, sieben Assists und vier Steals.

Nur in den ersten Minuten sah es kurz nach einem positiven Abend für die Gäste aus, verwandelte Mitchell Watt doch gleich zwei Distanzwürfe. Die EWE Baskets aber fanden schnell zum Erfolgsrezept des Abends und suchten in der Offensive Rasid Mahalbasic. Zudem spielten die Gastgeber starke Teamdefense und waren in den Passwegen. Philipp Schwethelm traf aus der Distanz, dann traf Mahalbasic nach einem der vielen Fastbreaks, die Oldenburger hatten bereits vier Steals, zum 11:6. Venedig versuchte zwischenzeitlich mit der Zonenverteidigung den Rhythmus zu brechen, Oldenburg aber blieb souverän und führte nach zehn Minuten (24:20).

Die EWE Baskets spielten mit gutem Tempo aus Ballgewinnen oder Rebounds, gleichwohl hatten die Gäste nun ins Spiel gefunden und trafen vor allem aus der Distanz hervorragend. Oldenburg aber blieb souverän, weil Hobbs perfekt Regie führte und Mahalbasic enorm sicher abschloss. Der Spielmacher fand dann auch seinen Center per No-Look-Pass frei in der Zone (39:34). Doch auch Rickey Paulding setzte sich immer wieder stark durch, erhöhte per Dreipunktspiel. Fünf Punkte in Serie durch Hobbs hielten die EWE Baskets zweistellig vorne, den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte dann Armani Moore, der energisch zum Offensivrebound ging und zum 54:43 verwandelte.

Aus der Kabine probierten es die Gäste mit einer großen Aufstellung und Mitchell Watt auf der 4, Philipp Schwethelm aber hielt herausragend dagegen und als Team erzwangen die EWE Baskets weiterhin Ballgewinne. Als die Gastgeber einmal mehr den Ball herausragend bewegten und Hobbs ohne Blickkontakt Tadda in der Ecke für den Dreier fand, war der Vorsprung auf 61:45 gewachsen. Die Oldenburger spielten nun wie im Rausch: Mahalbasic bediente Paulding per Bodenpass, Schwethelm verwandelte den Dreier nach einem Einwurfplay, dann bewegte das Team den Ball wieder über Mahalbasic zm offenen Schützen Hobbs. Der Vorsprung war auf 20 Punkte gewachsen (69:49). Mit unglaublichem Einsatz füreinander wuchs der Abstand auf 25 Punkte, erst in der letzten Minute des dritten Viertels sank die Konsequenz der Oldenburger, Venedig nutzte dies mit sieben schnellen Punkten, lag aber trotz 68 Prozent Dreierquote aussichtslos zurück.

Ein Bild, das sich auch mit Beginn des letzten Abschnitts nicht änderte, die Gäste spielten mit Wut im Bauch und nun ohne Druck auf und trafen nahezu jeden Wurf aus der Distanz. Bis auf 9 Punkte verkürzte sich so der Rückstand. Es war Rasid Mahalbasic, der ein spätes Comeback mit seiner Dominanz in der Zone verhinderte und die EWE Baskets zum hochverdienten Auftaktsieg führte.



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Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (Head Coach, EWE Baskets Oldenburg): "Wir haben den italienischen Meister besiegt. Dabei haben wir 98 Punkte erzielt, 27 Punkte mehr als die Gäste im Schnitt abgeben. Wir haben über die gesamte Partie mit hoher Energie, starker Defensive und guter Ballbewegung agiert, nur kurz die Kontrolle im letzten Viertel verloren. Der Gegner hat alles versucht, verschiedene Varianten in der Verteidigung gespielt, meine Mannschaft aber hat sich immer schnell angepasst. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass wir einen der Titelkandidaten besiegt haben. Jetzt geht unser Blick auf das Halbfinale im Pokal in Ulm.“

Rasid Mahalbasic (Center, EWE Baskets Oldenburg): „Es war eine gute Teamleistung über fast 40 Minuten, besonders defensiv waren wir stark. Dieser Sieg macht die Tür auf, um den nächsten Schritt zu gehen.“

 

Philipp Schwethelm (Forward, EWE Baskets Oldenburg): „Unser Hauptaugenmerk war starke Verteidigung zu spielen, so haben wir viele Ballverluste erzwungen. Wenn wir heute etwas an uns kritisieren können, dann, dass wir einen Weg finden müssen, diese Energie über 40 Minuten zu zeigen und nicht mit elf Punkten, sondern mit 20 Punkten Vorsprung zu gewinnen.“