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Spielbericht

ratiopharm ulm  - EWE Baskets Oldenburg 76:84

84:76! Oldenburger Auswärtshelden stehen im Finale

12.01.2020

date: 2020-01-12 17:23:28
readDate: 12.01.2020
season: 2020
getactsaison: 2019

Boxscore

NR Spieler ESZ PKT 2PM 2PA 3PM 3PA FTM FTA DR OR AS ST TO BS PF

Die EWE Baskets Oldenburg stehen zum zweiten Mal in ihrer Club-Geschichte im Finale des MagentaSport BBL Pokals. Mit einer dominanten und souveränen Leistung sicherten die Oldenburger sich den Finaleinzug mit einem 84:76 bei ratiopharm ulm. Der Gegner im Endspiel am 16. Februar entscheidet sich am Abend im Spiel zwischen Brose Bamberg und ALBA BERLIN. Das Heimrecht für das Finale wird im Anschluss ausgelost.

Es war der schwerstmögliche Weg ins Finale, die EWE Baskets aber haben sich das Endspiel mit dem dritten Auswärtssieg in Serie verdient. Schon im Achtelfinale (Crailsheim) und Viertelfinale (Bonn) hatten die Oldenburger in der Fremde souverän gesiegt. In Ulm verdiente sich die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic den Erfolg mit einer starken Defensivleistung, die von den Gastgebern in der zweiten Halbzeit nicht mehr gekontert werden konnte.

Die Gäste zwangen ihren Gegner zu vielen Distanzwürfen und kontrollierten die Zone (45 Prozent aus Nah – und Mitteldistanz für Ulm), insgesamt kamen die Gastgeber so nur auf 40 Prozent Wurfquote. Zudem sicherten die Oldenburger sich besonders in den wichtigen Phasen wieder Ballgewinne, zwangen Ulm zu 15 Ballverlusten. Den Unterschied machte aber auch eine herausragende Dreierquote von 58 Prozent.

Rickey Paulding verwandelte fünf von sechs Versuchen aus der Distanz, hatte immer die richtige Antwort und kam so auf 21 Punkte. Braydon Hobbs bestätigte die zuletzt starken Partien mit 16 Punkten, sieben Rebounds und vier Steals. Rasid Mahalbasic (15 Punkte, sechs Rebounds, fünf Assists) und Karsten Tadda (10) punkteten ebenfalls zweistellig.

Der Oldenburger Gegner wird seit 18 Uhr im Halbfinale zwischen Brose Bamberg und ALBA BERLIN ermittelt. Das Heimrecht für das Endspiel am 16. Februar wird im Anschluss ausgelost. Sollten die EWE Baskets das Finale in Oldenburg austragen dürfen, geht ein erstes Ticketkontingent bereits am Abend unter www.ewe-baskets.de/tickets in den Verkauf. Für Fans, die eine Dauerkarte besitzen, gibt es ein zweiwöchiges Vorkaufsrecht (bis 26.01.) für die eigenen Plätze.

Die Ulmer hatten von den eigenen Fans angetrieben mit der ein Stück höheren Energie begonnen, die EWE Baskets aber verließen sich auf bekannte Stärken, suchten Mahalbasic in der Zone und die Schützen Schwethelm und Hobbs. Mahalbasic sorgte so auch für das 12:9. Über Moore, der von Paulding mustergültig bedient wurde und Justin Sears von der Dreierlinie setzten sich die Oldenburger auf 19:12 ab. Dragic und Günther verkürzten aber zum Viertelende.

Den besseren Start in den zweiten Abschnitt fand ebenfalls Ulm, das von einem unsportlichen Foul durch Armani Moore profitierte und nach einem Fastbreak über Willis plötzlich mit acht Zählern führte (23:31). Es war Braydon Hobbs, der seine Mannschaft in dieser Phase wieder in die Spur brachte. Der Spielmacher traf nach einem Einwurf-Play und aus der Distanz (28:31). Auf die Ulmer Auszeit folgten zwei Steals von Hobbs beim Einwurf. Aus einer dieser Situationen sorgte Paulding für 33:31 aus der Distanz und legte nach einem Offensivrebound noch einmal per Dreier nach (36:31).  Auf Ulmer Seite hielt Harvey dagegen, die EWE Baskets verteidigten nur eine knappe Führung zur Halbzeit.

Nach Wiederbeginn zementierten die Gäste dann aber die Kräfteverhältnisse auf dem Parkett, ließen besonders am Brett kaum noch etwas zu, spielten clever und zogen ihr Spiel über Mahalbasic aus dem Post heraus auf. Der Center fand Tadda in der Ecke für den Dreier, der auf 52:44 stellte. Die Ulmer gaben nun viele Bälle verloren, während erneut Tadda den Vorsprung auf 57:46 erhöhte. Als Rickey Paulding den Dreier gegen den Mann verwandelte (60.46), hatten die Oldenburger die Spielkontrolle, ließen Ulm bis zum Viertelende aber noch einmal auf sieben Zähler heran.

Die Begegnung wurde noch physischer, Ulm versuchte alles, aber die EWE Baskets ließen nie den Eindruck aufkommen, den Gastgebern könne ein Comeback gelingen. Als Dragic ein Offensivfoul ziehen wollte, bestrafte Paulding, der das Duell gegen den Slowenen für sich entschied, dies per Dreier zum 75:65 und legte mit einem weiteren Distanztreffer nach. Ulm versuchte nun noch mit der Zonenverteidigung den Rhythmus zu brechen, Hobbs aber traf den langen Dreier (81:68) zur endgültigen Entscheidung.

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Tabelle

PL TEAM PKT
3ALBA BERLIN26:8
4HAKRO Merlins Crailsheim26:12
5EWE Baskets Oldenburg24:12
6RASTA Vechta22:16
7Brose Bamberg22:16

Nächstes Heimspiel

03.03.2020, 20:00 Uhr
EWE BASKETS OLDENBURG vs. PROMITHEAS PATRAS

Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (Head Coach, EWE Baskets Oldenburg): "Ich glaube, die Qualität, Intensität und Spannung des Spiels waren auf dem Level eines Halbfinals. Beide Mannschaften sind an ihr Limit gegangen und haben versucht, ins Finale einzuziehen. Ausschlaggebend war aus meiner Sicht, dass wir immer an uns geglaubt haben und unseren Basketball offensiv und defensiv gespielt haben. Bereits vor dem Spiel war deutlich, dass es statistisch fast keine Unterschiede zwischen den beiden Teams gibt. Daher war ein knappes Spiel zu erwarten. Der Unterschied heute aber war, dass wir von der Dreierlinie 58 Prozent getroffen und damit fehlende Freiwürfe – davon haben wir heute nur sieben zugesprochen bekommen – kompensiert haben. In der zweiten Halbzeit haben wir zudem besser das Pick & Roll verteidigt und durch insgesamt elf Ballgewinne einige leichte Punkte erzielt. Ich freue mich, dass wir ins Finale eingezogen sind und bin sehr stolz auf meine Spieler und unsere Arbeit in den letzten zwei Monaten.“

Jaka Lakovic (Head Coach ratiopharm ulm): „Herzlichen Glückwunsch an Coach Mladen Drijencic und sein Team für ein starkes Spiel und die Final-Qualifikation. Ich möchte mich auch bei unseren fantastischen Fans bedanken, die erneut die ratipharm arena voll gemacht haben und uns wie in jedem Spiel fantastisch unterstützt haben. Unser Plan war es aggressiver und schneller zu spielen als Oldenburg. Aber der Fakt, dass wir nur 16 Fouls begangen haben, zeigt, wie aggressiv wir heute wirklich waren. Das ist etwas, dass in einem Halbfinale nicht sein kann. Für mich waren heute zwei Läufe entscheidend – zuerst ein 0:8-Lauf der Oldenburger im zweiten Viertel und dann, als wir im dritten Viertel die Kontrolle abgegeben haben. Wir haben in der Phase nicht smart gespielt und den Ball zu oft verloren. Oldenburg hat sehr viel Qualität und sie wissen, wie sie das Spiel von diesem Punkt aus kontrollieren konnten. Wir hatten dann noch vier Angriffe, in denen wir entweder unsere Würfe oder die richtige Entscheidung nicht getroffen haben. Wir wollten das Spiel zu schnell drehen. Aber auch das ist Teil unserer Entwicklung und eine gute Lektion für das Team. Wir müssen jetzt weiter an uns arbeiten und fokussiert bleiben.