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Spielbericht

EWE Baskets Oldenburg - ratiopharm ulm 75:93

Verpatztes Schlussviertel kostet Erfolg gegen Ulm

24.04.2021

 Bild: Ulf Duda/fotoduda.de

date: 2021-04-24 18:45:59
readDate: 24.04.2021
season: 2021
getactsaison: 2020

Boxscore

NR Spieler ESZ PKT 2PM 2PA 3PM 3PA FTM FTA DR OR AS ST TO BS PF

Einen deutlichen Rückschlag im Kampf um das Heimrecht in den Playoffs haben die EWE Baskets Oldenburg am Samstagabend hinnehmen müssen. Gegen ratiopharm ulm sorgte ein schwaches Schlussviertel für die deutliche 75:93-Niederlage. Die Oldenburger bleiben auf dem vierten Platz, stehen nun im Kampf um das Heimrecht allerdings wieder unter Druck.

Es war ein in dieser Saison ungewohntes Bild, das sich bei den EWE Baskets im Spielverlauf entwickelte und zu einem überdeutlich abgegebenen Schlussviertel (14:32) führte. Die Oldenburger verloren nach einem starken Beginn immer mehr Struktur in der Offensive, fanden zu selten ihre gewohnte Ballbewegung und auch nicht den Weg unter den Korb. Am Ende standen so 15 Ballverluste bei nur 14 Assists (fünf davon in der zweiten Halbzeit). Zudem nahmen die Gastgeber mehr Dreier (29) als Zweier (28).  Es war die individuelle Stärke von Keith Hornsby, Rickey Paulding und Rasid Mahalbasic, die das Team von Head Coach Mladen Drijencic lange auf Augenhöhe hielt. Als den Leistungsträgern im letzten Viertel die Energie ausging, verdienten die Ulmer sich den Erfolg.

Keith Hornsby wurde mit 23 Punkten zum Topscorer, traf dabei 70 Prozent seiner Versuche aus dem Feld. Zudem punkteten allerdings nur Rickey Paulding (12 Punkte, fünf Rebounds) und Rasid Mahalbasic (10 Punkte, 10 Rebounds, 5 Assists) zweistellig.

Die EWE Baskets begannen mit Energie und einem guten Plan. Zwei Mal spielten die Gastgeber über Mahalbasic, der erst den cuttenden Schwethelm fand, dann selbst abschloss (4:0). Insgesamt wirkten die Oldenburger zunächst wacher, so schlug Pressey seinen Gegenspieler Obst leicht im direkten Duell für den freien Korbleger (11:7). Die nächsten Minuten gehörten dann Karsten Tadda. Der Guard zog erst zum Korb, traf den Dreier und belohnte sich für den Offensivrebound schließlich mit zwei erfolgreichen Freiwürfen (16:9). Im Anschluss verwandelte Hornsby gleich zwei Mal aus der Distanz und der Vorsprung war zweistellig (22:12). Erst in den letzten zwei Minuten ging der Rhythmus verloren, die Gäste verkürzten auf 26:21.

Es war dann Rasid Mahalbasic, der die Oldenburger Offensive wieder in Schwung brachte, Der Österreicher punktete erst trotz eines Fouls, bediente dann doppelt Sebastian Herrera. Ein Dreier im Fastbreak durch Schwethelm stellte auf 35:28, bevor der Faden im Offensivspiel erneut riss und besonders die Zahl der Ballverlust stieg (7 bis zur Halbzeit). Ulm agierte nun physischer, die Partie wurde emotionaler und die Gastgeber benötigten starke Aktionen gegen den Mann von Hornsby und Paulding, um mit einem Unentschieden in die Halbzeit zu gehen. 

Nachdem die EWE Baskets in der ersten Halbzeit bereits zu selten den Weg zum Korb gefunden hatten, war es vor allem Phil Pressey, der dies zunächst verändern wollte, echter Spielfluss wollte allerdings selten aufkommen. Ulm setzte sich erstmals ab (45:53), es waren starke Einzelaktionen wie ein schwerer Dreier von Paulding oder ein Dreipunktspiel von Mahalbasic, die Oldenburg in Schlagdistanz hielten. Zudem erzielte Keith Hornsby neun Punkte im dritten Abschnitt und sorgte dafür, dass die Begegnung nach 30 Minuten ausgeglichen war (61:61).

Im letzten Viertel blieb die Partie zunächst ausgeglichen, Oldenburg erarbeitete sich die Punkte, Ulm antwortete. Die entscheidende Phase begann sechs Minuten vor dem Ende, als Heckmann für die Gäste mit einem Dreipunktspiel ausglich (67:67). In den nächsten fünf Minuten brachten die EWE Baskets nur noch drei Zähler auf die Anzeigetafel. Ulm konnte sich hingegen auf Troy Caupain und Cameron Clark (beide jeweils 26 Punkte) verlassen, die einen 17:3-Lauf antrieben, der für die Entscheidung sorgte (70:84). Den Oldenburgern gelang es nun auch nicht mehr, sich gegen eine höhere Niederlage zu stemmen.



Tabelle

PL TEAM PKT
1MHP RIESEN Ludwigsburg60:8
2ALBA BERLIN56:12
3EWE Baskets Oldenburg50:18
4FC Bayern München48:20
5HAKRO Merlins Crailsheim48:20
6ratiopharm ulm46:22

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Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (Head Coach EWE Baskets Oldenburg): „Unsere Marschroute war ausgerichtet auf einen Level mit viel Physis und Energie. Das haben wir heute selten geschafft. Ulm ist uns unter die Haut gegangen. Wir haben die Kontrolle über unsere Offensive verloren und somit die Struktur. 14 Assists bei 15 Ballverlusten sind der Beleg dafür, dass wir unsere Offensive nicht zustande gebracht haben. Wir müssen mehr physisch sein und präsenter in der Verteidigung. Jeder muss in der Defensive Verantwortung übernehmen und seine Rolle spielen.“ 

Jaka Lakovic (Head Coach ratiopharm ulm): „Es war ein schweres Spiel für uns gegen einen starken Gegner, gegen das beste Offensiv-Team der Liga. Das war heute unser Ziel: Mit der Defense Oldenburg stoppen. Wir haben nicht gut begonnen, Oldenburg hatte immer eine Antwort parat. Bis ins 4. Viertel hinein war das Spiel ausgeglichen, bis wir dann auf einmal davonziehen konnten. Ich bin sehr zufrieden, mit welcher Einstellung wir verteidigt haben. Die Defensive war für uns der Schlüssel zum Sieg.“