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Vorbericht

EWE Baskets Oldenburg - FRAPORT SKYLINERS

Gegen Frankfurt richtige Betriebstemperatur zum Start gefragt

19.11.2020

 Bild: Ulf Duda/fotoduda.de

Am dritten Spieltag in der easyCredit BBL wollen die EWE Baskets Oldenburg ihren ersten Heimsieg der Saison feiern. Zu Gast in der Großen EWE Arena sind am Samstag (18 Uhr) die FRAPORT SKYLINERS.

Langsam aber sicher nimmt die Spielzeit 2020/2021 der easyCredit BBL Fahrt auf. Die Mannschaften gewinnen Rhythmus und arbeiten an der Entwicklung des Teams, um eine möglichst hohe Konstanz im eigenen Spiel zu finden. Genau an diesem Punkt muss auch die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic ansetzen. Starke bis herausragende Phasen wie im letzten Viertel gegen ALBA BERLIN folgen bislang noch auf einen Start in die Partie, in dem den Oldenburgern Intensität, Emotionen und Energie auf höchstem Level fehlen.

Offensiv und defensiv können die Rädchen noch nicht perfekt ineinander greifen, gleichwohl zeigt sich aber bereits, dass die EWE Baskets auch in dieser Saison kaum Probleme damit haben werden, Punkte auf das Scoreboard zu bringen. Auf 111 Zähler gegen Braunschweig folgten 86 Punkte gegen Berlin, obwohl in beiden Partien das Spiel nur eine Halbzeit flüssig lief.  Hinzu kommt die Ausgeglichenheit im Scoring, acht Akteure erzielen zwischen acht und 13 Punkten im Schnitt.

Der Energie ab der ersten Minute dürfte am Samstag von besonderer Bedeutung sein, kommt mit den Skyliners doch eine Mannschaft, in deren DNA seit vielen Jahren liegt, mangelnde individuelle und offensive Qualität mit Defensivstärke, Emotionen und Energie auszugleichen. Sinnbildlich dafür steht Club-Legende Quantez Robertson, der seit Jahren zu den besten Verteidigern und Allroundern der BBL zählt.

Die Leistungsfähigkeit in der aktuellen Saison ist noch schwer einschätzbar. Im Pokal gelangen den Frankfurtern zwei Siege gegen Gießen und Vechta, gegen Göttingen gab es dagegen eine Niederlage. In den ersten beiden Ligaspielen folgten Duelle gegen die beiden Titelfavoriten ALBA BERLIN und Bayern München. Gegen die Berliner lag Frankfurt zwischenzeitlich mit 40 Punkten zurück, gegen Bayern folgte nach ausgeglichener erster Halbzeit eine klare Niederlage.

In beiden Partien wurde deutlich, dass die Defensive erneut funktioniert, die zwei Spitzenteams konnten gegen Frankfurt nicht über 80 Punkte erzielen. Gleichzeitig offenbarten sich auch die Probleme in der Offensive. Die Skyliners erzielten nur 66 bzw. 52 Punkte, trafen nur 36 Prozent der Versuche aus dem Feld und spielten nur knapp über 10 Assists.

Auffälligster Akteur der Gäste war im Saisonverlauf bisher Jon Axel Gudmundsson, der auf seiner ersten Profistation bei 16 Punkten im Schnitt steht, nachdem er zuvor vier Jahre bei Davidson, dem gleichen College wie NBA-Star Stephen Curry, verbracht hatte. Dazu spielen auch Matt Mobley und Konstantin Konga wichtige Rollen in einer Mannschaft, die im Ligavergleich zu den kleiner besetzten Teams gehört.

Wie schwer Partien gegen die Skyliners sein können, zeigt allerdings ein Blick auf die letzten Jahre. Die Bilanz der letzten sechs Spiele gegeneinander ist ausgeglichen. Der Oldenburger Sieg im Februar gelang erst nach Verlängerung. Entscheidender Mann damals Rickey Paulding, der 23 Punkte erzielte. Sollte der Oldenburger Kapitän am Samstag auf 13 Punkte kommen, würde er die Marke von 7.000 Punkten in der easyCredit BBL erreichen.



Tabelle

PL TEAM PKT
5HAKRO Merlins Crailsheim4:0
6MHP RIESEN Ludwigsburg4:2
7EWE Baskets Oldenburg4:2
8medi bayreuth4:2
9BG Göttingen4:2
10Brose Bamberg2:4

Nächstes Spiel

04.12.2020, 19:00 Uhr
EWE Baskets Oldenburg vs. NINERS Chemnitz

Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (Head Coach EWE Baskets Oldenburg): „Wir müssen uns sehr bewusst sein, dass Frankfurt eine Mannschaft ist, die sehr intensiv spielt und über harte Verteidigung ins Spiel kommt. Sie werden noch aggressiver als in der letzten Saison sein und mit kleinen Aufstellungen spielen. Dazu denke ich, dass die Einzelspieler in diesem Jahr individuell besser sind und auch besser zur Philosophie des Frankfurter Trainers passen. Wir müssen ab der ersten Minute auf Betriebstemperatur sein!


Players to watch

Wenn es darum geht, mit der richtigen Betriebstemperatur in die Begegenung zu starten, kommt auch Karsten Tadda eine große Bedeutung zu, der in den meisten Fällen den Schlüsselspieler des Gegners aus dem Spiel nehmen soll.
Mit Spielfreude und immer wieder überraschenden Aktionen, vor allem aber mit Herz überzeugt Sebastian Herrera bisher bei den Oldenburgern. Der Neuzugang war Topscorer gegen ALBA BERLIN.
Gegen Braunschweig und Berlin mit sehr überzeugenden Auftritten, besonders sein Einsatz im Rebounding steht dem Oldenburger Spiel gut.