von der intensiv zupackenden Defense der Hausherren beeindruckt zu sein und brauchte bis nach der Pause, ehe sich die Mannschaft gefangen hatte; da führte Oldenburg aber schon mit 25 Punkten. Jacob Albrecht und Malte Giljan attackierten immer wieder engagiert den Korb und sobald die Kölner Verteidigung sich in die Zone zurückzog, fanden die Oldenburger ihre Dreipunktschützen - allen voran Robert Drijencic, der die Partie mit 15 Punkten beendete.
„Eine so gute Mannschaft wie Köln zweimal in Folge bei so wenigen Punkten zu halten, ist eine große Leistung dieses Teams. Die Mannschaft hat eine tolle Entwicklung gezeigt und spielt jetzt genau zum richtigen Zeitpunkt der Saison ihren besten Basketball“, lobte Oldenburgs Trainer Christian Held. „So stolz wir auch auf die Qualifikation fürs Viertelfinale sind, im Fokus steht für uns weiterhin die Entwicklung der jungen Spieler - und da sehen wir momentan beim gesamten Team große Fortschritte.“
Wie gut die Kölner in der Lage sind zu spielen, zeigten sie in den ersten Minuten nach der zweiten Halbzeit, als sie, angeführt von Point Guard Leon Baeck, einen 11:0-Lauf aufs Parket legten. Die Partie wurde jetzt intensiver und körperbetonter, aber Oldenburg gelang es nach kurzer Zeit wieder, die Kontrolle in der Defense an sich zu bringen. Angefeuert von einer vollen Halle am Haarenufer, in der sich besonders eine Gruppe von GEO-Schülern lautstark hervortat, die das Team auch schon nach Köln begleitet hatte, entschieden die Oldenburger dann mit 16:5 das abschließende Viertel wieder deutlich für sich.
Malte Giljan lieferte unter dem Korb mit 15 Punkten und 10 Rebounds eine dominante Vorstellung, während Jan Niklas Wimberg mit 10 Punkten, 6 Assists und 5 Rebounds wieder einmal die gesamte Bandbreite seines Könnens abrief. In der nächsten Runde (Start: 13. April) wartet nun ein weiterer sehr starker Gegner: ALBA BERLIN konnte in dieser Saison zwar bereits einmal besiegt werden, fügte den Oldenburgern aber beim Rückspiel in Berlin auch eine der höchsten Saisonniederlagen zu.
Schon vor dem Tipp-Off wurde der Rahmen für diesen großartigen Basketball-Nachmittag feierlich abgesteckt: In Anwesenheit zahlreicher Spieler, die in den letzten Jahren die Programme der Baskets Akademie Weser-Ems mitgeprägt hatten, wurde der 1995er Jahrgang aus dem U19-Programm in den Herrenbereich verabschiedet.
JBBL, Relegationsrunde: BBT Göttingen - Baskets Akademie Weser-Ems 66:51
Lange Zeit sah es so aus, als würde die JBBL-Mannschaft der Baskets Akademie Weser-Ems in Göttingen gegen den Favoriten BBT eine Überraschung schaffen können. Im vierten Viertel zogen die Hausherren dann aber mit 16:7 davon und sicherten dem Tabellenführer den 51:66 (31:38)-Erfolg. Für Oldenburg war es das alte Lied: Gut und diszipliniert in der Defense agierend, fand das Team offensiv nie zu seinem Rhythmus und kam am Ende nur auf eine Wurfquote von 26 Prozent.
Auch bei den Rebounds hatte Göttingen ein großes Übergewicht, was nicht zuletzt daran lag, dass Oldenburgs Power Forward Frederic Niemeyer in weniger als 10 Minuten auf fünf Fouls kam. Piet Niehus hielt mit seinen 26 Punkten die Oldenburger lange Zeit in Schlagdistanz, aber als Team agierten die Spieler zu wenig beherzt im Angriff, so dass der entscheidende Run nie gesetzt werden konnte, der die Partie noch einmal hätte kippen lassen können.
Text: Manuel Siebert, EWE Baskets Oldenburg
Bild: fotoduda.de