Spielplan
Tabelle
Kader
EWE Arena App

Vorbericht

EWE Baskets Oldenburg - MHP RIESEN Ludwigsburg

Ziel Viertelfinale: Spielkontrolle als Schlüssel für gute Ausgangsposition

06.03.2018

 Bild: Ulf Duda/fotoduda.de

Playoffs – zum ersten Mal kommt es für die EWE Baskets Oldenburg zu einem Duell, an dessen Ende nach zwei Spielen entweder das Weiterkommen oder das Aus im Wettbewerb steht. Dabei gilt es am Mittwoch (20 Uhr) in der Kleinen EWE Arena gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg zunächst, eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel im Achtelfinale der Basketball Champions League am kommenden Dienstag zu sichern. Tickets sind unter www.ewe-baskets.de/tickets erhältlich.

Über den Einzug in das Viertelfinale entscheidet das Gesamtergebnis beider Spiele. Dabei ist in der morgigen Partie ein Unentschieden möglich, auch in der vergangenen Spielzeit trennten sich die Oldenburger im Hinspiel des Achtelfinales von Banvit BK mit einem Remis. Die Entscheidung fällt dann im Rückspiel in Ludwigsburg.

Sollten die EWE Baskets das Viertelfinale der Basketball Champions League erreichen, wäre dies gleichbedeutend mit einem der größten Erfolge der Clubgeschichte.  Nach dem Einzug in das Final Four der Eurochallenge 2013 war in den vergangenen beiden Spielzeiten im Eurocup und der Basketball Champions League jeweils der Einzug ins Achtelfinale gelungen.

Eines der wichtigsten Schlagwörter, um dieses Ziel zu erreichen, lautet für die Oldenburger dabei Kontrolle. Die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic, die mit nur 10,4 Turnovern die ballsicherste Offensive der Gruppenphase stellte, erwartet mit den Gästen in diesem Bereich eine große Herausforderung. Kaum eine andere Mannschaft in Europa hat es sich so sehr zur Maxime gemacht, den Gegner mit hohem Druck und Aggressivität aus seiner Komfortzone zu bringen und von den Fehlern dann auch mit einfachen Körben in der Offensive zu profitieren. 9,1 Ballgewinne pro Partie, nur Monaco erreichte mehr Steals, aber auch nur 69,6 zugelassene Punkte pro Spiel zeigen die Ludwigsburger Qualität in der Verteidigung. Der zweite wichtige Schlüssel, um gegen Ludwigsburg zu bestehen, liegt im Rebounding. Die Gäste sammeln 38,1 Abpraller im Schnitt, sichern vor allem mit starkem Offensivrebounding immer wieder zweite Chancen.

Im einzigen Aufeinandertreffen der Saison war es den Oldenburgern Anfang Januar in den entscheidenden Situationen nicht gelungen, die Spielkontrolle zu behalten. 20 Ballverluste belegten die Probleme in der Offensive bei der 79:87-Niederlage. Gleichwohl hat sich besonders personell seit dieser Partie viel getan. Die EWE Baskets haben mit Armani Moore viel Energie gewonnen und durften sich am Sonntag über das Comeback von Maxime De Zeeuw freuen, der nach 10 Wochen Verletzungspause allerdings erst wieder zu seinem Rhythmus finden muss.

Bei den Gästen fehlt Johannes Thiemann verletzungsbedingt bis zum Saisonende, Forward Dwayne Evans stand in den letzten Begegnungen ebenfalls angeschlagen nicht auf dem Parkett. Auf die große Belastung und die Verletzungsprobleme reagierten die Gäste in der vergangenen Woche gleich doppelt. Mit Jacob Wiley kam ein junger Forward, der kurz zuvor in der NBA von den Brooklyn Nets aus dem Kader gestrichen worden war. Aus Göttingen wechselte zudem Malik Müller zu den Schwaben und sorgt für zusätzliche Tiefe auf den deutschen Positionen.

Heimlicher MVP im Team von John Patrick ist Thomas Walkup, der eine herausragende erste Saison in Europa spielt. Als Guard und Forward einsetzbar, überzeugt Walkup als Allrounder, erreicht 11,8 Punkte, 4,1 Assists, 3,8 Rebounds und 1,8 Steals im Schnitt. Einzig Topscorer Dwayne Evans (13,8) erzielt mehr Zähler. So spielen die Gäste bisher eine herausragende Saison, gewannen wettbewerbsübergreifend 35 von 42 ihrer bisherigen Spiele und kassierten in den letzten zwölf Spielen der Basketball Champions League nur eine Niederlage. 



Tabelle

Nächstes Heimspiel

07.10.2018, 18:00 Uhr
EWE Baskets Oldenburg vs. Science City Jena

Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (Headcoach): „Diese Partie ist in doppelter Hinsicht ungewöhnlich, wir treffen im europäischen Wettbewerb auf einen deutschen Gegner und spielen schon mitten in der Saison zum ersten Mal Playoffs. Ludwigsburg gelingt es die physische und aggressive Spielweise auch auf den europäischen Wettbewerb zu übertragen. Wir müssen kontrolliert und clever agieren. Zudem ist das Rebounding sehr, sehr wichtig. Gerade zum Offensivrebound gehen die Gäste sehr aggressiv. Wir müssen bereit sein, die Gegenspieler frühzeitig und konsequent auszublocken.“

Players to watch

Der größte Spieler der Gäste misst gerade einmal 2,03 Meter, körperlich dürfte Rasid Mahalbasic am Brett also Vorteile besitzen. Für die EWE Baskets gilt es den Center in gute Positionen zu bringen, Mahalbasic wiederum muss mit dem zu erwartenden Doppeln clever umgehen.
Überzeugte in Jena, war mit seiner bissigen Verteidigung einer der Schlüssel für den Sieg. Dazu lieferte Loesing acht Punkte, zwei Assists und zwei Steals. Gegen sein ehemaliges Team wird der Spielmacher gemeinsam mit Mickey McConnell gefordert sein, die Spielkontrolle gegen den Druck der Gäste zu behalten.
Gegen Jena wieder einmal im letzten Viertel zur Stelle, muss der Oldenburger Kapitän, der in der Basketball Champions League auf MVP-Niveau agiert und 18,6 Punkte im Schnitt erzielt wieder in entscheidenden Momenten Verantwortung übernehmen.