In vier Szenarien auf Platz fünf

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Mit dem Sieg in Jena haben die EWE Baskets Oldenburg einen wichtigen Schritt in Richtung Playoffs getan. Am Freitag und Samstag gehen die Blicke nun in die anderen Arenen der BBL, bevor es am Montag (15.30 Uhr) zum Aufeinandertreffen mit Bonn kommt. Vor dem entscheidenden Wochenende beantworten wir die wichtigsten Fragen.

Maxime De Zeeuw: In Oldenburg angekommen

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Kürzlich wurde der erste Teil des Interviews mit Maxime De Zeeuw veröffentlicht. Darin schwärmte Maxime von der Zusammenarbeit mit Rickey Paulding. Im zweiten Teil spricht der belgische Nationalspieler nun über sein erstes Jahr in der BBL.

Maxime, hinter dir liegt fast die komplette erste Spielzeit in Oldenburg. Wie fällt dein Zwischenfazit sportlich aus?

Ich habe ein bisschen länger benötigt, um hier in Oldenburg komplett anzukommen. Auf der einen Seite lag es sicher daran, dass ich wegen der Nationalmannschaft erst spät zum Team gekommen bin. Zudem war ich zunächst ein wenig zurückhaltend. Schon zu Saisonbeginn bestanden eine starke Gemeinschaft und viele Strukturen innerhalb der Mannschaft, die teilweise schon seit Jahren zusammen spielt. Da möchte man als neuer Spieler das Teamgefüge nicht negativ verändern. Nach einer gewissen Zeit habe ich die Zurückhaltung aber abgelegt. Mit Philipp Schwethelm und Jan Niklas Wimberg bilde ich ein gutes Trio auf unserer Position, wir teilen uns die Spielzeit gut auf. Mit Energie von der Bank zu kommen liegt mir. Gemeinsam mit Vaughn Duggins können wir der Mannschaft dann immer einen zusätzlichen Schub geben. Meine Teamkollegen und die Trainer geben mir viel Selbstvertrauen.

Wie gefällt es dir und deiner Familie privat?

Wir lieben das Leben in Oldenburg, auch meine Frau fühlt sich sehr wohl in der Stadt und würde gerne viele Jahre bleiben. Ich verstehe jetzt auch, warum Rickey schon seit zehn Jahren hier ist. Der Club ist hervorragend organisiert, vermittelt das Gefühl eine Familie zu sein. Die Stadt hat die richtige Größe, viele schöne Ecken und mein Sohn fühlt sich im Kindergarten auch sehr wohl.

Gibt es einen großen Unterschied zu den anderen Stationen deiner Karriere?

Da würde ich tatsächlich die Mitarbeiter nennen. Es gibt nicht das kleinste Detail, das vom Office vergessen wird. Auswärtsfahrten und alle Termine sind immer hervorragend organisiert. Auch unsere Coaches sind immer unglaublich akribisch. Die Professionalität ist hier sehr ausgeprägt. Ich hatte allerdings schon vor meinem Wechsel gehört, dass in Deutschland alles perfekt organisiert ist.

Wie erlebst du die Spielweise in der BBL? War der Schritt in die deutsche Liga eine große Umstellung für dich?

Es ist nicht völlig anders, aber die physische Spielweise ist in Deutschland schon sehr präsent. Mir war vorher bewusst, dass Athletik und Physis hier einen hohen Stellenwert haben, trotzdem hat mich die Ausprägung noch ein wenig überrascht. Insgesamt denke ich, die deutsche Liga gehört in die Top 5 in Europa. Spanien, Türkei, vielleicht Russland, aber dann kommt schon die BBL. Du kannst in Deutschland in keine Partie gehen und denken, dass du dieses Spiel auf dem leichten Weg gewinnst. Wenn dir nur ein paar Prozent fehlen, dann wird man überrascht, wie es uns zum Beispiel in Vechta passiert ist.

Wie schätzt du die sportliche Situation im Kampf um die Playoffs ein? Warum habt ihr zuletzt wieder zu eurem Spiel gefunden?

Wir hatten eine wechselhafte Saison mit guten und schwächeren Phasen. Wenn wir bei hundert Prozent sind, können wir jede Mannschaft in der Liga schlagen. In den letzten Wochen haben wir uns da in die richtige Richtung bewegt, hatten auch zu Beginn des Jahres schon einen guten Lauf. Zwischenzeitlich hatten wir aber nicht immer den nötigen Fokus, wenn ich an die unnötigen Niederlagen gegen Bremerhaven, Würzburg und Vechta denke. Da hatten wir nicht immer die richtige Energie. Wenn wir den nötigen Fokus und die nötige Energie mitbringen, können wir viel erreichen.

Du hattest zwischenzeitlich Rückenbeschwerden, wie siehst du aktuell deine Form? Bist du schon wieder bei 100 Prozent?

Ich würde sagen, dass ich auf dem richtigen Weg zu meiner besten Form bin. Die Verletzung hat ein bisschen mehr Zeit benötigt, als ich vorher gedacht hatte. Dadurch habe ich Spiele verpasst, bei denen es sehr geschmerzt hat, dass ich auf der Bank sitzen musste. Mit dem Start in die Playoffs sollte ich aber spätestens wieder in Bestform sein.

Bild: Ulf Duda/fotoduda.de

92:51! EWE Baskets machen großen Schritt in Richtung Playoffs

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Die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei Science City Jena stand für die EWE Baskets Oldenburg unter keinem guten Stern. Gleich fünf Spieler erhielten am Wochenende nach dem Spiel beim FC Bayern die Diagnose Lebensmittelvergiftung.

Dass Philipp Schwethelm, Brian Qvale, Jannik Freese und Frantz Massenat dazu beitragen konnten, dass Oldenburg das Nachholspiel des 27. Spieltags am Dienstagabend mit 92:51 gewonnen hat, war auch und vor allem der intensiven Betreuung von Teamarzt Dr. Daniel Drevs zu verdanken. Einzig Dirk Mädrich war nach der Vergiftung noch nicht soweit und musste zusammen mit Vladimir Mihailovic (angeschlagener Knöchel) daheim in Oldenburg bleiben.

Vorbereitung auf Jena unter dramatischen Bedingungen

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Ungünstiger hätte der Zeitpunkt nicht sein können. Im Profi-Sport werden Teams und Spieler oftmals vor große Herausforderungen gestellt. Das ist auch für die EWE Baskets Oldenburg tägliches Geschäft. Unschön wird es allerdings, wenn höhere Gewalt im Spiel ist.

Die Auswärtsfahrt nach München am vergangenen Wochenende hat für das Team von Head Coach Mladen Drijencic unangenehme Folgen mit noch ungewissem Ausgang. Bei fünf Spielern wurde vor dem vorletzten Saisonspiel bei Science City Jena (Tipoff Dienstag, 19 Uhr) eine Lebensmittelvergiftung diagnostiziert.

Dezimierte Oldenburger liefern Team der Stunde Kampf auf Augenhöhe

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Den Einzug in die Playoffs der easyCredit BBL müssen die EWE Baskets Oldenburg nun in den letzten beiden Spielen der Hauprunde in Jena und Bonn klar machen.

Bei der 83:90-Auswärtsniederlage beim FC Bayern München am 32. Spieltag hielten die Oldenburger lange Zeit gut mit und dürfen mit viel Selbstvertrauen im Gepäck die Rückreise antreten. Ohne die angeschlagenen Vaughn Duggins und Vladimir Mihailovic musste Head Coach Mladen Drijencic sein Team auf diese schwere Aufgabe gegen einen Gegner, der zuvor 14 Spiele in Folge gewonnen hatte, einstellen.

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