Fans feiern leidenschaftlich kämpfende EWE Baskets trotz 76:88-Niederlage

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Die EWE Baskets Oldenburg liegen in der Final-Serie der easyCredit BBL mit 0:2 zurück. Trotz einer aufopferungsvollen Vorstellung über 40 Minuten erwies Brose Bamberg sich bei der 76:88-Niederlage als die bessere Mannschaft. Am Sonntag (17.15 Uhr) müssen die Oldenburger nun in Bamberg gewinnen, um die Chancen auf die Meisterschaft intakt zu halten.

Die Fans in der mit 6.000 Zuschauern ausverkauften Großen EWE Arena bewiesen großes Gespür, feierten ihre Mannschaft bereits in den letzten Minuten und weit nach Spielende. Das Team wiederum kam noch einmal auf das Parkett und demonstrierte seine Einheit mit den Oldenburger Fans mit einem gemeinsamen Huddle. Allen war bewusst, dass die EWE Baskets sich in den 40 Minuten zuvor kämpferisch nichts vorzuwerfen hatten. Leidenschaftlich stemmten sich die Oldenburger gegen die Gäste, mussten den verdienten Sieg der Bamberger aber anerkennen. Die Mannschaft von Andrea Trinchieri traf insgesamt 15 Dreier mit einer Quote von 60 Prozent, fand immer die richtigen Antworten und spielte zudem eine hervorragende Defensive. Auf Oldenburger Seite wurden Brian Qvale (19 Punkte) und Rickey Paulding (18) zu den besten Werfern. Paulding überholte zudem Chris Ensminger und ist mit 5.440 Punkten nun Zweiter der ewigen Scorer-Liste der BBL.

Zu Spielbeginn hatte die komplett gelbe Große EWE Arena finalwürdige Bilder geliefert. Die Fans sorgten zudem für eine besondere Atmosphäre und einen perfekten Rahmen für die Partie. Das Spiel startete zunächst ausgeglichen. Bei den Oldenburgern, die auf Vaughn Duggins verzichten mussten, fand Brian Qvale gut ins Spiel und schloss mehrmals erfolgreich am Brett ab. Auf der Gegenseite waren es die Treffer aus der Distanz, die das Spiel für die Gäste öffneten. Darius Miller traf zum 6:11, das 6:13 durch Fabien Causeur machte die erste Oldenburger Auszeit nötig. Ein Dreier von Dennis Kramer schien die Mannschaft endgültig ins Spiel zu bringen, Bamberg aber antwortete mit starker Ballbewegung und bestrafte jedes Absinken der Verteidigung sofort. Darius Miller sorgte mit dem vierten erfolgreichen Dreier der Gäste schnell für das 16:22.

Dem Beginn des zweiten Abschnitts drückte dann Fabien Causeur, der bis zur Halbzeit 15 Punkte erzielte, seinen Stempel auf. Zwei erfolgreiche Dreier sorgten für das 17:30 aus Oldenburger Sicht, die gegen aggressive Gäste Probleme hatten, den offensiven Rhythmus konstant zu halten. Was die EWE Baskets auch versuchten, die Antwort der Bamberger kam aus der Distanz. Einen Korbleger von Maxime De Zeeuw (26:32) beantworteten Nicolo Melli und Janis Strelnieks zum 26:38. Mit einigen starken Aktionen zum Korb ließ Bamberg den Vorsprung bis zur Halbzeit sogar auf 16 Punkte anwachsen. Die Hoffnung auf ein Comeback erfüllte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht. Bamberg kontrollierte die Partie und fand immer wieder den offenen Mann an der Dreierlinie. Nicolo Melli und Daniel Theis stellten auf 42:64, bis zu diesem Zeitpunkt hatten 11 von 17 Versuchen aus der Distanz das Ziel gefunden.

Ein extrem intensiver Start ins letzte Viertel brachte die EWE Baskets noch einmal näher heran. Vladimir Mihailovic verkürzte auf 64:75, gewann den Ball und wurde dann beim Zug zum Korb hart gefoult. Nur einer von zwei Freiwürfen fand das Ziel, der Vorsprung sank nicht in den einstelligen Bereich. Im Anschluss bewies sich dann erneut die Klasse der Gäste. Darius Miller übernahm, traf schwere Würfe und brachte Bamberg mit 83:67 in Führung. Nicolo Melli setzte einen weiteren Dreier nach und sicherte das 2:0 in der Serie endgültig. Die EWE Baskets kämpften allerdings weiter, reduzierten den Rückstand noch einmal und verdienten sich den Applaus ihrer Fans.

Bild: Ulf Duda/fotoduda.de