Playoff-Märchen: Defensive und Paulding heben EWE Baskets ins Finale!

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Die EWE Baskets Oldenburg stehen zum dritten Mal in ihrer Club-Geschichte im Endspiel um die deutsche Meisterschaft. Mit einer abgezockten und leidenschaftlichen Vorstellung entschieden die Oldenburger das fünfte Spiel der Halbfinal-Serie gegen ratiopharm ulm mit 78:75 für sich. Am Sonntag (15 Uhr) startet das Finale bei Brose Bamberg.

Dank einer herausragenden Verteidigungsleistung und eines überragenden Rickey Paulding haben die EWE Baskets ihrem diesjährigen Playoff-Märchen ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Die Oldenburger spielten über 40 Minuten engagiert, kontrollierten die Begegnung mit hohen Wurfquoten und gaben die Führung ab Mitte des ersten Viertels nicht mehr ab. Auch im letzten Abschnitt hatte die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic die richtigen Antworten in der Offensive und sorgte für die nötigen Stopps in der Defensive. Der entscheidende Mann auf Oldenburger Seite war dabei erneut Rickey Paulding, der bereits 19 Zähler in der ersten Halbzeit erzielte und am Ende mit 27 Punkten zum Topscorer wurde.

Wer gedacht hatte, dass die EWE Baskets nach der Niederlage am Dienstag die Chance auf das Finale verpasst hatten, sah sich schon nach wenigen Minuten eines Besseren belehrt. Die Oldenburger begannen engagiert und ließen die Gastgeber von Beginn an in keinen offensiven Rhythmus kommen. Nur drei von 17 Versuchen trafen die Ulmer im ersten Viertel aus dem Feld und liefen schnell einem Rückstand hinterher. Rickey Paulding verwandelte trotz eines Fouls von der Dreierlinie zum 12:6. Vladimir Mihailovic, der für den angeschlagenen Vaughn Duggins auf dem Parkett stand, erhöhte kurze Zeit später auf 15:6. Zudem erwies sich Dennis Kramer wieder als Faktor und steuerte vier Zähler zum 20:13 nach dem ersten Abschnitt bei.

Auch im zweiten Viertel verzweifelten die Ulmer derweil von der Dreierlinie, trafen in der gesamten ersten Halbzeit nur sieben Prozent aller Versuche aus der Distanz. Gleichwohl kamen die Gastgeber über zweite Wurfchancen und Ballverluste der Oldenburger besser ins Spiel. Die Antwort aber kam in Gestalt von Rickey Paulding. Zwei Dreier und ein Korbleger nach Ballgewinn sorgten für die 31:21-Führung. Die Gäste behielten weiterhin die Spielkontrolle. Casey Prather verkürzte mit dem einzigen Ulmer Dreier der Halbzeit (35:27). Paulding aber sorgte mit seinem 19. Zähler für den Schlusspunkt der ersten 20 Minuten (40:31).

Im dritten Viertel brachten die Oldenburger dann zunächst Brian Qvale besser ins das Spiel. Die Ulmer aber zeigten angetrieben von ihren lautstarken Fans weiterhin den Willen das Spiel zu drehen. Sechs Zähler durch Augustine Rubit  sorgten für das 46:41, die EWE Baskets fanden auf der anderen Seite allerdings die richtigen Lösungen. Frantz Massenat und Chris Kramer kühlten die Atmosphäre in Ulm aus der Distanz schnell wieder etwas ab (52:43). Nach zwei weiteren Treffern von der Dreierlinie durch Mihailovic und Paulding wuchs der Vorsprung gar auf 14 Zähler an (60:46). Ein 7:0-Lauf zum Viertelende brachte die Ulmer aber wieder heran und ließ einen Krimi für die letzten zehn Minuten erwarten.

Dort kamen die Gastgeber, die nun auch aus der Distanz zu treffen begannen immer weiter heran, verkürzten durch Taylor Braun auf 63:66. Im Gegenzug aber antwortete einmal mehr Rickey Paulding von der Dreierlinie. Die Oldenburger stemmten sich gegen das Ulmer Comeback, ließen mit ihrer starken Verteidigung nicht zu, dass die Mannschaft von Thorsten Leibenath die Führung übernahm und setzten dann die entscheidenden Treffer. Brian Qvale verwandelte knapp zwei Minuten vor dem Ende einen Korbleger plus Bonusfreiwurf und sorgte für das 76:70. Noch einmal verkürzte Ulm und hatte mit 28 Sekunden Restspielzeit Ballbesitz und die Chance auf den Ausgleich. Die EWE Baskets verteidigten intensiv zwangen Per Günther zum Ballverlust und sicherten sich den sensationellen Final-Einzug.

Am Sonntag (15 Uhr) geht es nun im ersten Finale zu Brose Bamberg. Unter www.thunderstorm-oldenburg.de ist die Anmeldung für die Auswärtsfahrt bereits möglich. Am Mittwoch (20.30 Uhr) kommt es dann zum ersten Heimspiel der EWE Baskets in der Großen EWE Arena.

Bild: Florian Achberger