61:74! Schwacher Start kostet EWE Baskets den ersten Matchball

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Die EWE Baskets Oldenburg haben den ersten Matchball in der Halbfinal-Serie gegen ratiopharm ulm nicht genutzt. Ein schwacher Start ins Spiel erwies sich am Ende bei der 61:74-Niederlage als zu große Hypothek. Die entscheidende fünfte Partie findet nun am Donnerstag (19 Uhr) in Ulm statt.

Noch einmal 40 Minuten werden die EWE Baskets am Donnerstag fighten müssen, um sich den Traum vom Einzug ins Finale zu erfüllen. Vor 6.000 Fans in der ausverkauften großen EWE Arena fanden die Oldenburger wie schon im zweiten Spiel zunächst keinen offensiven Rhythmus, wirkten ob der Chance ins Finale einzuziehen nervös. Der schnell zweistellige Rückstand war für die Gastgeber, die sich mit aller Macht gegen die Niederlage stemmten, dieses Mal nicht zu kompensieren. Während die Oldenburger keine verlässliche Offensivoption fanden, trafen die Gäste hochprozentig (53 Prozent) aus dem Feld. Die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic, die in Rickey Paulding (12 Punkte) ihren Topscorer hatte, verwandelte hingegen nur 37 Prozent aller Würfe. Zudem waren es in dieser Partie die Ulmer, die in entscheidenden Momenten eiskalt verwandelten, während die EWE Baskets einige Chancen, die Partie endgültig wieder eng zu gestalten, nicht nutzen konnten.

Vor dem Sprungball schien alles bereitet, um den dritten Final-Einzug feiern zu können. Die Fans in der großen EWE Arena sorgten für die typische Playoff-Atmosphäre und auch Vaughn Duggins konnte in den Kader zurückkehren. Es gelang den Gastgebern aber nicht, direkt in die Partie zu finden. Die Ulmer verteidigten aggressiv, doppelten Brian Qvale in der Zone und Oldenburg fand zunächst keine Antwort. 0:10 stand es schnell, die EWE Baskets benötigten mehr als vier Minuten für die ersten Punkte. Doch auch in der Folge blieben die Gäste spielbestimmend und führten kurz vor dem Ende des ersten Viertels mit 20:6. Sechs Ballverluste hatten sich die Oldenburger bereits erlaubt, trafen in den ersten zehn Minuten nur drei Würfe aus dem Feld.

Es war Dennis Kramer vorbehalten, im zweiten Abschnitt zum Faktor zu werden, der die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic ins Spiel brachte. Ein Block und sechs Punkte in Serie durch Kramer sorgten für das 17:22 aus Oldenburger Sicht. Zwei Distanztreffer durch Chris Kramer und Rickey Paulding verkürzten gar auf 23:27. Die folgenden Szenen waren aber symptomatisch für den Spielverlauf.  Zunächst trafen die Gastgeber nicht aus der Distanz, verloren nach dem Offensivrebound den Ball und Chris Babb verwandelte im Fastbreak von der Dreierlinie zum 23:30. Der Lauf war gestoppt, die EWE Baskets mussten sich bis zur Pause die Punkte weiter hart verdienen und gingen mit einem 31:42-Rückstand in die Kabine.

Den besseren Start erwischte dann die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic, die schnell auf 36:42 verkürzte. In den folgenden Minuten vergaben die Oldenburger dann aber vier teils offene Chancen, das Ergebnis wieder knapp zu gestalten. Kein Akteur entwickelte sich an diesem Abend zu einer konstanten offensiven Option und die Gäste fanden die richtigen Antworten. Ein Treffer aus der Halbdistanz von Jonas Wohlfarth-Bottermann sorgte für den erneut deutlichen Rückstand (40:54). Zum Viertelende keimte dann aber wieder die Hoffnung auf, wie schon häufig in den diesjährigen Playoffs ein weiteres Comeback zu starten. Zunächst setzte sich Frantz Massenat stark durch, dann klaute Vaughn Duggins den Ball und vollstreckte zum 47:55.

Per Dreier verkürzte Frantz Massenat kurz  nach dem Start ins letzte Viertel auf 52:59, die Große EWE Arena stand, im nächsten Angriff fand aber ein weiterer Distanzwurf von Massenat nicht den Korb. Die Big Shots fielen in dieser Partie nur auf Ulmer Seite. Per Günther, Casey Prather und erneut Per Günther trafen in Serie von der Dreierlinie – bei noch fünf Minuten Spielzeit und einem Rückstand von 56:70 war die Partie vorentschieden. Auch mehr als drei Minuten ohne Ulmer Punkte konnten die Gastgeber nicht mehr nutzen, um dem Spiel eine Wende zu geben.

So kommt es nun am Donnerstag (19 Uhr) zum entscheidenden fünften Spiel um den Einzug ins Finale. Über www.thunderstorm-oldenburg.de können sich unsere Fans für die Auswärtsfahrt anmelden, um sich mit dem Team den Traum vom Finale im zweiten Anlauf zu erfüllen.

Bild: Ulf Duda/fotoduda.de