Oldenburgs Basketball-Wunder geht weiter: Matchball am Dienstag!

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Basketball-Wunder, Teil 2! Matchball in der Serie! Pauldingburg steht Kopf!

In einer nicht erwarteten Art und Weise haben die EWE Baskets Oldenburg in Spiel 3 der Halbfinal-Serie mit einem 68:61-Auswärtserfolg bei ratiopharm ulm den Heimvorteil an die Hunte geholt und das Momentum aus dem Rekord-Spiel vom vergangenen Dienstag perfekt genutzt.

Das Team von Coach Mladen Drijencic beeindruckte bei den in den Playoffs der easyCredit BBL an Nummer eins gesetzten Ulmern mit einem souveränen Auftritt und kochte den Favoriten ab. Es war ein hochverdienter Erfolg, der den Oldenburgern für das bereits restlos ausverkaufte Spiel 4 am kommenden Dienstag den Matchball in der Best-of-Five-Serie beschert hat.

Das 1. Viertel in der mit 6.200 Zuschauern ausverkauften ratiopharm arena in Ulm gehörte den EWE Baskets. Das Team von Mladen Drijencic agierte hellwach, brachte eine ähnliche Intensität wie in der zweiten Halbzeit des zweiten Halbfinal-Spiels aufs Parkett und vollendete immer wieder nach gut herausgespielten Würfen, während die Gastgeber sich im 1. Viertel bereits fünf Ballverluste leisteten und auch sonst ein wenig nervös wirkten.

Allerdings musste Oldenburg in der Anfangsphase einen Schock-Moment  überstehen: Maxime De Zeeuw (9 Punkte, 2 Rebounds, 2 Assists) klatschte beim Kampf um den Rebound mit Ulms Taylor Braun flach auf den Rücken und musste zur Behandlung in die Kabine. Nach wenigen Minuten tauschte der belgische Nationalspieler aber wieder auf der Bank auf und konnte im zweiten Durchgang wieder eingesetzt werden.

Aber auch diese schwierige Situation meisterten die Oldenburger mit Bravour, genauso wie den erneuten verletzungsbedingten Ausfall von Vaughn Duggins, der in Spiel 2 eine Blessur am linken Sprunggelenk erlitten hatte, und von Vladimir Mihailovic ersetzt wurde, sowie die harten äußeren Bedingungen: In der Halle war es so heiß, dass die EWE Baskets-Spieler zwei Mal ihre Trikots wechselten. „Ich hatte Angst, dass einige von den Jungs dehydrieren“, sagte ein überglücklicher Manager Srdjan Klaric nach dem Spiel.

Mitte des 2. Viertel sah sich Ulms Coach Thorsten Leibenath nach dem bis dahin achten Turnover genötigt, eine Auszeit zu nehmen. Oldenburg, zu dem Zeitpunkt ohne Ballverlust, gelang in der Phase fast alles, angeführt von Frantz Massenat (7 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assists) und Brian Qvale. Einziger Schönheitsfehler bis zur Halbzeit war für Oldenburgs ansonsten sichere Scharfschützen eine ungewohnt schwache Trefferquote von der Dreier-Linie (23 Prozent). Dass es dennoch mit einer 35:29-Führung in die Pause ging, sprach für die EWE Baskets, die dann ihr Angriffsverhalten klug anpassten und dann eben aus der Nahdistanz den Abschluss suchten.


Nach vier Minuten im 3. Viertel legte Ulm eine Schippe drauf und brachte sich, angeführt von Augustine Rubit, bei einem Zwischenstand von 35:38 auf Schlagdistanz. Eine kritische Phase für Oldenburg, die nun in der Defensive ans Limit gehen mussten, um den Ulmer Ansturm zu überstehen. Kurios: Bis knapp drei Minuten vor Spielende bekamen die Oldenburger nicht einen einzigen Freiwurf zuerkannt, während es für die Ulmer in entscheidenden Phasen oftmals die einzige offensive „Einnahmequelle“ war. Chris Kramer (11 Punkte, 3 Rebounds, 6 Assists) war es vorbehalten, die einzigen zwei Oldenburger Freiwürfe zum Zwischenstand von 63:53 zu einer kleinen Vorentscheidung zu verwandeln.

Und Kramer - der mit diesem Spiel in die Top 10 der ewigen Assists-Bestenliste der BBL aufgestiegen ist - war es auch, der mit einem krachenden Dunking den triumphalen Schlusspunkt zum 68:61 für Oldenburg vor völlig verdutzten Ulmer Zuschauern, die ihren Augen nicht trauten, setzte. Rickey Paulding war mit 19 Punkten Topscorer der Partie und immer da, wenn sein Team in brauchte.

„Wir haben aus der katastrophalen erste Halbzeit aus Spiel 2 unsere Schlüsse gezogen“, sagte Brian Qvale (12 Punkte, 9 Rebounds) zum hochverdienten Sieg.

Da es zahlreiche Anfragen zu den Tickets für Spiel 4 bereits in den letzten Tagen gegeben hat folgender Hinweis: Das Spiel ist ausverkauft. Die einzige winzige Chance besteht noch am Montag, wenn ggf. noch wenige Rückläufer-Tickets aus Ulm kommen. Daher unbedingt bereits ab Montagmorgen entsprechende Hinweise auf unserer Facebook-Seite verfolgen und unseren Online-Ticketshop anklicken:
www.ewe-baskets.de/tickets

Foto: Florian Achberger