79:86! EWE Baskets verpassen Auftakterfolg im Halbfinale knapp

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Die EWE Baskets Oldenburg konnten den Heimvorteil im Halbfinale der easyCredit BBL in der ersten Partie noch nicht stehlen. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung unterlagen die Oldenburger bei ratiopharm ulm mit 79:86. Das zweite Spiel der Serie findet am Dienstag (20.30 Uhr) in der großen EWE Arena statt.

In der ersten Partie zwischen den EWE Baskets und ratiopharm ulm deutete sich an, dass die Basketball-Fans sich auf eine ausgeglichene Serie auf hohem Niveau freuen dürfen. Bis weit in das letzte Viertel durften sich beide Teams Hoffnungen auf einen erfolgreichen Start in das Halbfinale machen, am Ende setzten sich die Ulmer dank einer starken Dreierquote (59 Prozent) und eines überragenden Chris Babb durch. Babb erzielte 26 Punkte und war in den entscheidenden Momenten zur Stelle. Ohne den angeschlagen fehlenden Vaughn Duggins trugen vor allem Rickey Paulding (24 Punkte) und Brian Qvale (21 Punkte/9 Rebounds) die Oldenburger Offensive. Die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic nutzte drei Viertel die Vorteile am Brett hervorragend und gewann zudem das Rebound-Duell. Im letzten Abschnitt aber verloren die Gäste den Rhythmus und brauchen nun am Dienstag unbedingt einen Erfolg, um die Serie auszugleichen.

Die Gastgeber hatten zunächst besser in die Partie gefunden und trafen sofort aus der Distanz. Bereits mit dem dritten Dreier der Begegnung sorgte Chris Babb für das 9:2 aus Ulmer Sicht. Die EWE Baskets aber fanden im Anschluss zunehmend besser in die Partie. Besonders Brian Qvale wurde am Brett immer wieder gefunden und spielte seine Größenvorteile geschickt aus. Bis zur Halbzeit hatte Qvale bereits 14 Punkte und sechs Rebounds gesammelt. Frantz Massenat traf aus der Distanz zur ersten Oldenburger Führung (13:12). In der Folge entwickelte sich ein Spiel, in dem beide Mannschaften auf verschiedenen Wegen zum Erfolg kamen. Während die Gäste weiterhin in der Zone dominierten und nach einem Korbleger von Chris Kramer 29:23 führten, antworteten die Ulmer aus der Distanz. Chris Babb traf mit dem Viertelende zum 29:26.

Den besseren Start in den zweiten Abschnitt fanden dann die Gastgeber, denen die EWE Baskets weiterhin etwas Raum an der Dreierlinie ließen, um den Platz in der Zone für Raymar Morgan und Augustine Rubit zu verknappen. Hobbs traf aus der Distanz zum 29:34 aus Oldenburger Sicht, die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic ließ sich aber nicht abschütteln, verfolgten ihren Plan und bewegte den Ball gut. Ein Dreier von Dominic Lockhart im Fastbreak sorgte erneut für den Ausgleich (38:38) und auch ein unsportliches Foul gegen Lockhart konnte den Ulmern keinen wirklichen Vorteil verschaffen. Es war dann symptomatisch für den Spielverlauf Per Günther von Dreierlinie vorbehalten für den knappen Rückstand zur Halbzeit zu sorgen (42:45).

Im dritten Viertel nahm Rickey Paulding die Teamkollegen auf seine Schultern. Ob aus der Distanz oder mit viel Kontakt auf dem Weg zum Korb, Paulding traf die richtigen Entscheidungen und hielt seine Mannschaft mit 13 Punkten im dritten Abschnitt im Spiel. Beide Teams trafen nun hochprozentig von der Dreierlinie, so dass die Partie weiterhin eng blieb. Paulding stellte kurz vor Viertelende auf 65:66, die Ulmer Antwort aber sollte bereits ein Vorzeichen für die letzten zehn Minuten sein. Chris Babb erhielt den Ball, schickte seinen Gegenspieler mit einer Täuschung ins Leere und traf mit ablaufender Uhr zum 69:65.

Die Gastgeber agierten nun mit höherer Energie, störten den Spielfluss mit kleinen Fouls und nahmen den Oldenburgern das vorher gut funktionierende Inside-Spiel. Mehr als fünf Minuten benötigten die EWE Baskets so für den ersten Feldkorb des letzten Viertels, die Ulmer hatten sich bis auf 78:68 abgesetzt. Zwei Dreier durch Vladimir Mihailovic und Rickey Paulding sorgten aber noch einmal für Spannung (78:74). Doch während die Defensive weiterhin gut stand, fanden die Oldenburger in der Offensive nicht mehr die richtigen Lösungen und machten unnötige Fehler. Es war Chris Babb vorbehalten, mit seinem siebten Dreier zum 86:74, die Partie zu entscheiden.

Für die EWE Baskets heißt es nun gut zu regenerieren und auf die starken ersten drei Viertel aufzubauen. Mit 6.000 Fans in der großen EWE Arena kann dann am Dienstag der Ausgleich gelingen.

Bild: Florian Achberger