3:1! EWE Baskets als Erste ins Halbfinale

vom .

Die EWE Baskets Oldenburg stehen zum fünften Mal in ihrer Club-Geschichte im Halbfinale der easyCredit BBL. Mit einer begeisternden Vorstellung vor 6.000 Zuschauern in der großen EWE Arena sicherten die Oldenburger sich mit dem 94:86-Erfolg den Sieg in der Viertelfinal-Serie.

Mit einer leidenschaftlichen Vorstellung haben sich die EWE Baskets das Ticket fürs Halbfinale gesichert, mussten dabei gegen starke Gäste aus Bayreuth aber bis in die letzten Sekunden fighten. Erst als Vaughn Duggins seine Freiwürfe zum 94:86 traf und Gästetrainer Raoul Korner Mladen Drijencic mit ablaufender Spielzeit gratulierte, durften das Team und die 6.000 Fans den 3:1-Erfolg in der Serie feiern. Diese hatten das Team zuvor herausragend unterstützt und der Mannschaft viel Energie für das starke letzte Viertel geliefert. Den Erfolg verdienten sich die Oldenburger mit viel Konsequenz und Aggressivität auf dem Weg zum Korb, aber auch mit Geduld und sehenswerten Spielzügen. So trafen die Gastgeber 71 Prozent ihrer Versuche aus Nah- und Mitteldistanz, erspielten sich mit 23 Assists bei nur acht Ballverlusten insgesamt 50 Punkte in der Zone.

Von Beginn an hatte sich eine enge Partie mit leichten Vorteilen für die EWE Baskets entwickelt, die sich allerdings nie zweistellig absetzen konnten. Die ersten Minuten der Begegnung bestimmte Maxime De Zeeuw, der mit seinem siebten Zähler zum 11:4 traf. Auf der Gegenseite zeigte Nate Linhart eine starke Partie, legte neben 19 Punkten, neun Rebounds und sechs Assists auf und verkürzte auf 11:10. Die Gastgeber hatten aber weiterhin das Stück mehr Energie und gingen mit einem Dreier von Philipp Schwethelm mit 19:12 in Führung. Mit geschicktem Doppeln im Post setzten die Oldenburger Bayreuth unter Druck und erzwangen eine schwache Trefferquote. Die Gäste aber blieben vor allem mit vielen Freiwürfen im Spiel und lagen nach dem ersten Viertel nur mit 22:28 zurück.

Im zweiten Abschnitt setzte dann zunächst weiterhin Maxime De Zeeuw Akzente beantwortete einen Lauf der Gäste aus der Distanz zum 33:28 und war bei 12 Zählern weiterhin ohne Fehlversuch aus dem Feld. Bayreuth erarbeitete sich aber nun vor allem Vorteile im Rebounding und ging nach zwei Distanzwürfen durch Robin Amaize und Nate Linhart erstmals in Führung (43:44). Zur Halbzeit führten die Gastgeber knapp (47:46).

Nach der Pause schienen sich die EWE Baskets dann wieder leichte Vorteile zu erspielen, verteidigten wieder besser. Chris Kramer sicherte sich den Ballgewinn und war auf dem Weg zum Korb nicht mehr zu stoppen. Wann immer die Fans in der großen EWE Arena aber glaubten, dass die Oldenburger sich absetzen würden, trafen die Gäste schwere Würfe. So verkürzte Robin Amaize aus der Distanz auf 66:65.

In den letzten zehn Minuten zeigte sich dann, dass die EWE Baskets in eigener Arena etwas mehr Kräfte mobilisieren konnten und kluge Entscheidungen trafen. Zunächst setzte sich Rickey Paulding per Korbleger plus Freiwurf durch, dann war auch Brian Qvale trotz eines Fouls erfolgreich und brachte die Oldenburger mit 77:69 in Führung. Besonders Qvale, der zuvor mit Foulproblemen viel Zeit auf der Bank verbracht hatte, begann nun zu dominieren und erzielte elf seiner 15 Punkte im letzten Abschnitt. Nun kurz schienen die EWE Baskets noch einmal in Bedrängnis zu geraten, als die Gäste auf Zonenverteidigung umstellten und auf drei Zähler verkürzten. Rickey Paulding, der gemeinsam mit Maxime De Zeeuw mit 18 Punkten zum Topscorer wurde, bediente dann aber Brian Qvale mustergültig, der zum 87:82 traf. Für die Entscheidung sorgte Frantz Massenat, der zunächst den Ball eroberte und bei 48 Sekunden Restspielzeit zum 89:82 traf.

Bereits am Mittwoch (10 Uhr) startet nun der Vorverkauf für das Halbfinale. Der Gegner und damit auch der Termin stehen allerdings noch nicht fest. Sollte sich Ludwigsburg im fünften Spiel am Donnerstag durchsetzen, eröffnen die Oldenburger das Halbfinale aller Voraussicht nach am Sonntag in der großen EWE Arena statt. Wenn sich ratiopharm ulm qualifiziert, starten die EWE Baskets in Ulm. Das zweite Halbfinale würde dann vermutlich am Dienstag in Oldenburg ausgetragen.

Stimme zum Spiel:

Headcoach Mladen Drijencic: „Viele haben gedacht, diese Serie wird eventuell einfacher, weil Andreas Seiferth ausgefallen war. Coach Korner hat das aber mit seinen taktischen Maßgaben aufgefangen und seine Jungs haben diese sehr gut umgesetzt. Nur Bamberg und Ulm haben in Bayreuth gewonnen. Daran kann man sehen, wie schwer diese Aufgabe für uns war. Die Serie war extrem hart, die Spieler haben sehr viel investieren müssen. Wir wurden dafür belohnt und stehen nun im Halbfinale."