2:0! Offensiv-Spektakel bringt Matchball

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Mit einer überzeugenden Vorstellung haben sich die EWE Baskets Oldenburg den Matchball in der Viertelfinal-Serie gegen medi bayreuth erspielt. Vor 6.000 Zuschauern in der großen EWE Arena zeigten die Oldenburger schönen Offensivbasketball und die nötige Playoff-Intensität. Nach dem 102:90-Erfolg ist nun bereits am Sonntag (15 Uhr) in Bayreuth der Einzug in das Halbfinale möglich.

Der Heimvorteil ist verteidigt, der Matchball im Viertelfinale erkämpft – mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung verdienten sich die EWE Baskets am Dienstagabend den zweiten Sieg in der Serie. Dabei überzeugten die Oldenburger abgesehen von kurzen Schwächephasen über die volle Spielzeit und rissen die Fans vor allem in der Offensive mit vielen Aktionen von den Sitzen. Gleich sechs Akteure punkteten zweistellig, die Gastgeber trafen erneut hervorragend aus dem Feld (56 Prozent) und versenkten insgesamt 13 Dreier. Zum Topscorer für das Team von Headcoach Mladen Drijencic wurde Frantz Massenat mit 22 Punkten, doch auch Brian Qvale überzeugte mit 19 Zählern. Chris Kramer führte mit 12 Assists erneut hervorragend Regie. Gegen nie aufsteckende Bayreuther gerieten die EWE Baskets so spätestens in der zweiten Halbzeit nicht mehr in Gefahr und siegten souverän.

6.000 Fans in der ausverkauften großen EWE Arena sorgten von Beginn an für eine prickelnde Playoff-Atmosphäre und besonders die Gastgeber schienen zunächst davon zu profitieren, Intensität und Verteidigung stimmten von Beginn an. In der Offensive gelang es zudem Brian Qvale früh einzubinden und auch die Dreier fielen schnell. Auch eine Auszeit half den Gästen zunächst nicht. Chris Kramer verwandelte mit Ablauf der Wurfuhr aus neun Metern zum 12:6, nach einem weiteren Distanzwurf durch Philipp Schwethelm stand es 17:8. Erst einige unnötige Fehler der EWE Baskets erlaubten den Gästen ins Spiel zu finden (17:14). In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie in der beide Mannschaft aus der Distanz heiß liefen. Nach dem ersten Viertel hatten beide Teams kombiniert  elf von 14 Versuchen von der Dreierlinie getroffen.

Im zweiten Abschnitt fanden die Gastgeber zunächst wieder zu ihrer Intensität in der Verteidigung, erdrückten Bayreuth zeitweise. Dominic Lockhart erhöhte nach einem Steal auf 36:25, zwischenzeitlich betrug der Vorsprung gar 15 Punkte (45:30) Für die Gäste war es vor allem Trey Lewis, der das Team im Spiel hielt. Bereits 19 Punkte erzielte der Guard in der ersten Halbzeit und brachte sein Team wieder ins Spiel. Die EWE Baskets verloren zum Ende der ersten Halbzeit gegen die wechselnde Verteidigung der Gäste ein wenig den Rhythmus und mussten so einen 0:11-Lauf hinnehmen. Der Vorsprung zur Halbzeit betrug so nur sechs Punkte (49:43)

Früh im dritten Viertel machten die EWE Baskets aber deutlich, dass die Gäste anders als in Spiel 1 dieses Mal kein Comeback starten würden. Zwei Mal Maxime De Zeeuw und Frantz Massenat erhöhten auf 58:43. Die Gastgeber spielten nun mit noch höherer Energie, zwangen die Bayreuther zu Fehlern und kontrollierten auch Trey Lewis besser, der im dritten Viertel keine Punkte erzielte. Zudem erarbeiteten sich die Oldenburger klare Vorteile im Rebounding (33:24) und erlaubten insgesamt nur vier Offensivrebounds der Gäste. Der im zweiten Durchgang erneut starke Vaughn Duggins traf kurz vor Ende des dritten Viertels zum 77:61.

83:64 führten die Gastgeber dann acht Minuten vor dem Ende, die Mannschaft von Raoul Korner zeigte aber den Willen noch einmal in das Spiel zu kommen. Ein 11:0-Lauf verkürzte auf acht Zähler Rückstand, die EWE Baskets haben aber in der Serie bisher immer die richtige Antwort. Brian Qvale sicherte sich einen wichtigen Offensivrebound und verwandelte per Tip-in, der starke Frantz Massenat legte acht Zähler in Serie nach und entschied damit die Partie (93:75), auch der Schlusspunkt zum 102:90 aus der Distanz blieb Massenat vorbehalten.

Stimme zum Spiel:

Mladen Drijencic: "Es war so, wie wir es erwartet haben: 40 Minuten intensiver Fight. Für diese Energie und Spielweise kann man Bayreuth nur loben. Obwohl sie fünf Minuten vor Ende mit 15 hinten liegen, geben sie nicht auf. Es ist sehr schwer, gegen Bayreuth den eigenen Spielrhythmus zu finden. Wir haben aber heute die Ruhe im Pick-and-Roll bewahrt. Die Trefferquote insbesondere von Frantz Massenat hat uns geholfen, als Sieger vom Platz zu gehen. Dazu haben wir den Rebound kontrolliert und nur vier Offensiv-Rebound zugelassen. Wir sind jetzt einen Schritt weiter Richtung nächste Runde, aber wir müssen aufpassen, dass bei uns nicht die Konzentration runtergeht. Es geht um Feinarbeit und volle Konzentration über 40 Minuten."

Bild: Andreas Burmann