Playoff-Fight: 87 Prozent glauben an Halbfinal-Einzug!

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Ganz Oldenburg vereint am Dienstag (18.30 Uhr) ein Ziel: Mit einem Sieg über medi bayreuth im zweiten Spiel könnten die EWE Baskets Oldenburg dem Einzug ins Halbfinale ganz nahe kommen. Dann würde ein weiterer Erfolg aus bis zu drei Spielen für die nächste Runde reichen.

Ausgangsposition: Zwei Fragen waren vor dem Playoff-Auftakt in Bayreuth am Freitag zu beantworten: Können die EWE Baskets ihre gute Form aus dem April auch auf dem Playoff-Level bestätigen und sind die Oldenburger in der Lage, in der Fremde nun auch stabil aufzutreten?

Nach den Eindrücken der 40 Minuten kann Headcoach Mladen Drijencic diese beiden Aufgaben als vorläufig erfüllt abhaken. Bei einem der stärksten Heimteams der Liga steckten die Oldenburger einen zwischenzeitlich deutlichen Rückstand weg und setzten nach dem Sieg in Bonn das nächste Statement.

Eine erfreuliche Erkenntnis dürfte der Spielverlauf den Verantwortlichen zudem geliefert haben: Die EWE Baskets können wichtige Spiele auch dann gewinnen, wenn übliche Protagonisten wie Brian Qvale und Rickey Paulding nicht im Mittelpunkt stehen. In Bayreuth waren es vor allem Maxime De Zeeuw, der in der schwierigen ersten Halbzeit wichtige Würfe traf und Vaughn Duggins, die für die entscheidenden Momente sorgten. Duggins erinnerte mit seinen 18 Punkten in der zweiten Halbzeit stark an den Crunchtime-Spezialisten, der in der vergangenen Saison viele Spiele für die Oldenburger entschied.

Vor dem zweiten Spiel werden die Gastgeber nun vor allem Brian Qvale in die Partie bringen wollen. Zudem dürfen die EWE Baskets auf den Heimvorteil vertrauen. 6.000 Zuschauer, ein Restkontigent ist unter www.ewe-baskets.de/tickets noch verfügbar, werden den Gastgebern zusätzliche Energie verleihen. Die Oldenburger Fans sind aufgefordert, mit einer Playoff-Atmosphäre in der großen EWE Arena den nötigen Schub zu geben. Angesichts des zu erwartenden engen Spiels könnten die Fans so zum Trumpf für die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic werden.

Der Gegner: Eine Chance verpasst, ohne dem eigenen Team dafür zu große Vorwürfe machen zu können, so dürfte das Fazit von medi bayreuth nach dem ersten Spiel lauten. Das Team von Raoul Korner spielte überragende 20 Minuten, setzte viele Teile des eigenen Gameplans um, musste am Ende aber als Verlierer das Parkett verlassen.

Bayreuth versuchte von Beginn an die Zone zu schließen und damit vor allem Brian Qvale aus dem Spiel zu nehmen. Ein Unterfangen, das über 40 Minuten funktionierte. In der zweiten Halbzeit aber fand Oldenburg den Wurf und damit Selbstvertrauen und bestrafte die Konzentration auf den Center der Gäste.

Während Assem Marei mit 20 Punkten und 11 Rebounds eine hervorragende Partie lieferte, werden sich die Bayreuther vor allem von Spielmacher Kyan Anderson (5 Punkte, 3 Assists) mehr Einfluss auf das Spiel wünschen.

Twitter-Voting: Bereits vor Spiel eins am vergangenen Freitag haben die EWE Baskets auf ihrem Twitter-Kanal eine Umfrage gestartet, die am Montag beendet wurde. Demzufolge glauben 87 Prozent, dass Oldenburg ins Halbfinale einziehen wird. 60 Prozent gehen davon aus, dass die EWE Baskets die Serie mit 3:1 gewinnen werden. 16 Prozent meinen, dass Oldenburg ein Sweep gelingen wird und elf Prozent schätzen, dass der Meister von 2009 für den Halbfinal-Einzug über die volle Distanz von fünf Spielen gehen muss.

Zahlen zum Spiel:

Eine Zahl wird medi bayreuth nicht erfreuen: Sieben Spiele bestritten die Franken in Oldenburg und konnten keine dieser Partien gewinnen. Bei den EWE Baskets dürften hingegen Erinnerungen an das Jahr 2008 und die bisher einzige gewonnene Auswärtsserie der Vereinsgeschichte wach werden: Damals wurde das erste Spiel in Bamberg geklaut, der knappe Sieg in der zweiten Partie erwies sich dann als nicht mehr zu kompensierender Vorteil.

Bild: Ulf Duda/fotoduda.de