85:83! EWE Baskets erobern mit starkem Comeback Führung im Playoff-Viertelfinale

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Mit viel Herz haben sich die EWE Baskets Oldenburg am Freitagabend in der Playoff-Serie gegen medi bayreuth die Führung gesichert. Die Oldenburger drehten in der zweiten Halbzeit einen deutlichen Rückstand und siegten in einem Basketball-Krimi mit 85:83. Am Dienstag (18.30 Uhr) wird das zweite Spiel in der großen EWE Arena ausgetragen. Karten sind unter www.ewe-baskets.de/tickets erhältlich.

Viel Energie, großer Einsatz, spektakuläre Aktionen, ein starkes Comeback der EWE Baskets und eine Partie, die erst mit der letzten Aktion entschieden wurde – der Auftakt in die Playoffs sorgt für großen Hunger auf die kommenden Partien. Dabei hatte es zunächst nach einem Dämpfer für die Oldenburger Hoffnungen ausgesehen. Bayreuth startete mit der Intensität und Energie, die das Team von Raoul Korner schon in der Hauptrunde zu einem der besten Heimteams der BBL gemacht hatte. Nach einem guten Beginn der Gäste und fünf schnellen Punkten durch Maxime De Zeeuw fand medi bayreuth nach drei Minuten offensiv in die Partie. Die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic hingegen fand in der ersten Halbzeit die üblichen Scoring-Optionen wie Rickey Paulding oder Brian Qvale nicht. Neun Punkte von Maxime De Zeeuw und ein erfolgreicher Dreier plus Foul durch Philipp Schwethelm hielten die Oldenburger bis zum Viertelende in Schlagdistanz (17:22).

Auch im zweiten Abschnitt blieben die Vorteile der Gastgeber deutlich, die den Rebound dominierten und die anfängliche Nervosität abgelegt hatten. Ein Treffer aus der Distanz durch Steve Wachalski sorgte für den zweistelligen Oldenburger Rückstand (19:29), der sich in der Folge noch vergrößerte. Den Gästen fehlte der offensive Rhythmus, während Bayreuth sich zwischenzeitlich in einen Rausch zu spielte. Sechs Zähler in Serie durch Trey Lewis sorgten für das 32:48 aus Oldenburger Sicht. Die EWE Baskets aber wehrten sich nun, trafen zwei wichtige Dreier durch Maxime De Zeeuw und Frantz Massenat. Bei nur acht Zählern Rückstand zur Halbzeit durfte sich die Mannschaft von Mladen Drijencic weiter Hoffnung auf die Wende machen.

Früh im dritten Viertel war dann zu sehen, dass die Oldenburger in den Playoffs angekommen waren und ihre ganze Leidenschaft in die Partie warfen. Gegen die nun intensivere Verteidigung kamen die Gastgeber zunächst nicht mehr zu guten Abschlüssen, während die EWE Baskets in der Offensive zum eigenen Spiel fanden. Die Gäste verkürzten aus der Distanz und  verwandelten über die gesamte Partie 52 Prozent aller Versuche von der Dreierlinie. Maxime De Zeeuw und Rickey Paulding sorgten für das 49:52. Der Oldenburger Kapitän kletterte zudem mit 5.262 Punkten auf den vierten Platz der seit 1998 geführten Scorer-Liste der BBL.

Gleichzeitig wurde nun auch der Korb immer besser attackiert. Rickey Paulding sorgte per Korbleger für die erste Führung nach langer Zeit. Steve Wachalski traf aber aus neun Metern mit ablaufender Uhr zum knappen Rückstand nach dem dritten Viertel. Die EWE Baskets aber wirkten jetzt wie die reifere Mannschaft und hatten den entscheidenden Mann im eigenen Team. Vaughn Duggins erzielte in bekannter Manier zehn Punkte binnen weniger Minuten und schien die Gäste damit auf die Siegerstraße zu bringen (77:73). Ob per Monsterblock durch Chris Kramer oder mit Ballgewinnen, die Oldenburger schienen auch mit starker Verteidigung die Oberhand zu behalten.

Bayreuth aber zeigte, warum in dieser Saison noch keine Mannschaft in der regulären Spielzeit in der Oberfankenhalle hatte gewinnen können und schlug noch einmal zurück. Assem Marei traf bei noch 2:38 Minuten verbleibender Spielzeit zum 80:80. 28 Sekunden vor dem Ende war dann erneut Vaughn Duggins zur Stelle, ging aus dem Dribbling hoch und traf aus der Mitteldistanz zum 84:82. Den Gastgebern gelang es nun nicht mehr, die Partie noch zu drehen, die EWE Baskets verdienten sich den wichtigen Erfolg und die Führung in der Serie.

Bild: Thorsten Ochs