92:51! EWE Baskets machen großen Schritt in Richtung Playoffs

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Die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei Science City Jena stand für die EWE Baskets Oldenburg unter keinem guten Stern. Gleich fünf Spieler erhielten am Wochenende nach dem Spiel beim FC Bayern die Diagnose Lebensmittelvergiftung.

Dass Philipp Schwethelm, Brian Qvale, Jannik Freese und Frantz Massenat dazu beitragen konnten, dass Oldenburg das Nachholspiel des 27. Spieltags am Dienstagabend mit 92:51 gewonnen hat, war auch und vor allem der intensiven Betreuung von Teamarzt Dr. Daniel Drevs zu verdanken. Einzig Dirk Mädrich war nach der Vergiftung noch nicht soweit und musste zusammen mit Vladimir Mihailovic (angeschlagener Knöchel) daheim in Oldenburg bleiben.

In den ersten Minuten des Spiels wurden kurzzeitig böse Erinnerungen an die Partie in Gießen wach. Es dauerte dreieinhalb Minuten bis Chris Kramer die mitgereisten Oldenburger Fans mit einem Korbleger und den ersten zwei Punkten erlöste.

Dann geschah etwas, dass Seltenheitswert besitzt: Innerhalb von 92 Sekunden setzte derselbe Kramer (17 Punkte, 8 Assists, 3 Rebounds), dessen Spezialgebiet nicht unbedingt der Wurf aus der Distanz ist, drei Dreier in Folge in den Jena-Korb. Spätestens da war dann der Knoten für Oldenburg geplatzt. Eine gelungene Aktion in der Offensive wechselte sich mit der nächsten ab und die Gäste machten in knapp sieben Minuten aus dem ersten Durchgang ein High Scoring Viertel und gingen nach zehn Minuten mit 25:16 in Führung.

Diesen Schwung nahmen die EWE Baskets mit ins 2. Viertel. Die Defensive griff mit zunehmender Spieldauer immer besser, was zu einigen leichten Punkten nach Schnellangriffen führte. Es war dann dem Kapitän Rickey Paulding (5 Punkte, 3 Rebounds) vorbehalten nach 17 Spielminuten eine 20-Punkte-Führung zum 46:26 für Oldenburg zu erzielen. Diesen Vorsprung bauten die Oldenburg noch ein wenig aus, mit einem hochverdienten und äußerst komfortablen 50:28 ging es in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel war es dann Brian Qvale (11 Punkte, 4 Rebounds), der Jena vor kaum zu lösende Probleme stellte und allein im dritten Durchgang 9 Punkte einstreute. Der Center erzielte per Freiwurf zum 66:36 vier Minuten vor Ende des Viertels dann sogar eine 30-Punkte-Führung. Jena musste zudem den angeschlagenen Julius Jenkins schonen. Der ehemalige Oldenburger sah von der Bank aus zu, wie sein Ex-Club vor dem 4. Viertel den Vorsprung mit 75:36 auf nahezu 40 Punkte ausbaute.

Im letzten Durchgang konnte Mladen Drijencic dann sogar Paulding, Chris Kramer und Qvale auf der Bank lassen. Jena hatte nichts mehr hinzuzusetzen und Oldenburgs Bankspieler machten den Sack zu.

Für die EWE Baskets bleibt es weiter spannend. Zumindest bis kommenden Freitag. Das Drijencic-Team muss am 1. Mai in Bonn einen Sieg einfahren für den Fall, dass die Gießener sowohl zu Hause gegen Bonn als auch am letzten Spieltag in München erfolgreich sein sollten.

Foto: Christoph Worsch