Maxime De Zeeuw im Interview: "Rickey hat die Zuneigung wirklich verdient"

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Mit dem Rickey Day ehren die EWE Baskets Oldenburg am heutigen Samstag Rickey Paulding für zehn gemeinsame Jahre. Während der Vorbereitungen stellte sich heraus, dass ein aktueller Teamkollege beim EWE Baskets Day 2007 gemeinsam mit unserem Kapitän auf dem Parkett stand. Maxime De Zeeuw war damals mit Verviers-Pepinster zu Gast. Im Gespräch mit Maxime lassen wir die Erinnerungen aufleben und sprechen über Rickey Paulding.



Maxime, wir sehen auf dem Foto Rickey Paulding und dich gemeinsam beim EWE Baskets Day 2007. Zehn Jahre ist das mittlerweile her, kannst du dich noch an diesen Tag erinnern?

Ich kann mich tatsächlich noch erinnern. Die Fans waren damals wirklich laut, obwohl es eigentlich nur ein Vorbereitungsspiel war. Davon war ich wirklich überrascht. Ich war noch ziemlich jung und hatte sehr starke Gegenspieler. An den Spielmacher Jason Gardner erinnere ich mich auch noch und das Spiel war ziemlich physisch.
Es ist wirklich witzig dieses Foto zu sehen, Rickey und ich waren beide noch sehr jung, er hatte sogar noch Haare (lacht) und jetzt spielen wir hier zusammen.

Wenn man nach Oldenburg und zu diesem Club kommt, bemerkt man die besondere Bedeutung von Rickey sehr schnell. Wann wurde dir das zum ersten Mal bewusst?

Ich glaube mir war es schon bewusst, bevor ich nach Oldenburg gekommen bin. Wenn ein Spieler aus dem Ausland zehn Jahre bei einem Club ist, dann weißt du sofort, dass da eine ganz besondere Verbindung bestehen muss. Dann war da noch die Teampräsentation beim ersten Heimspiel: Jeder Spieler erhält hier großen Applaus, aber wenn dann die Nummer 23 und der Name Rickey Paulding kommt – dann wird es lauter und lauter. Da wurde mir klar, wie sehr die Oldenburger Rickey in ihr Herz geschlossen haben. Außerdem merkte ich während der Saison, wie sehr Rickey Teil dieser Stadt ist. Da ist das Graffiti an der Wand, aber auch in einigen Geschäften sieht man Bilder von ihm. Dies ist wirklich großartig zu sehen, weil Rickey diese Zuneigung wirklich verdient hat. Er ist nicht nur ein toller Spieler, sondern auch ein wunderbarer Mensch.

Erinnerst du dich noch an die erste Begegnung mit Rickey Paulding als Teamkollege?

Zuerst ist mir aufgefallen, dass er ein sehr ruhiger Mensch ist. Wenn man auf den besten Spieler und den Leader einer Mannschaft trifft, erwartet man zunächst vielleicht einen anderen Eindruck. Er ist einer der stärksten Spieler der Liga, aber er stellt sich nicht in den Mittelpunkt,  sondern ist unglaublich bescheiden. Davon war ich überrascht.

Wie siehst du Rickey jetzt nach einem gemeinsamen Jahr?


Er ist einer der besten Teamkollegen, den ich je hatte. Rickey ist ein ruhiger Anführer, führt seine Mannschaft mit Taten und nicht mit Worten. Das ist eine besondere Qualität. Zusätzlich ist er ein wirklich guter Typ, ein totaler Familienmensch. Ich habe noch nicht erlebt, dass Rickey ein Training verpasst oder er sich über etwas beschwert und dann sind da natürlich noch dieses Lächeln und die immer positive Ausstrahlung. Ich denke darüber nach und versuche eine schlechte Seite zu finden, aber das ist nicht möglich.

Was beeindruckt dich am Spieler Rickey Paulding?

Er kann die schweren Dinge auf dem Court ganz leicht aussehen lassen. Ich meine, dass er wirklich alle Aspekte des Spiels beherrscht. Werfen, springen, dribbeln, zum Korb ziehen, passen - Rickey ist ein Allrounder, der alles auf höchstem Niveau beherrscht. Außerdem will er unbedingt gewinnen, diese Kombination ist sehr beeindruckend.

Bilder: Ulf Duda/fotoduda.de