EWE Baskets lassen Chance im Kampf um die Playoffs liegen

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Die EWE Baskets Oldenburg haben am Mittwochabend die Chance zur Vorentscheidung im Kampf um die Playoffs ausgelassen. Nach der 61:78 Niederlage bei den GIESSEN 46ers rutschen die Oldenburger auf den achten Tabellenplatz ab.

Einen nicht erwarteten Rückschlag hat die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic hinnehmen müssen. Zu keinem Zeitpunkt fanden die Gäste zu den Leistungen der vergangenen Partien, konnten die Intensität und den offensiven Rhythmus aus den Heimspielen nicht mit in die Fremde nehmen. Bereits im ersten Viertel deutete sich ein schwarzer Abend für die Oldenburger an, die mehr als fünf Minuten für die ersten Punkte benötigten und nach dem ersten Abschnitt bereits 4:17 in Rückstand lagen. Eine Hypothek, die über die ganze Spielzeit nicht mehr kompensiert werden konnte. Gründe dafür lagen im verlorenen Reboundduell (20:30), dem nie gänzlich in Schwung kommenden Offensivspiel und Gastgebern, die in entscheidenden Momenten ihre Würfe verwandelten.

Wer eine breite Brust bei den Oldenburgern erwartet hatte, sah sich von Beginn an getäuscht. Die Gießener nahmen den EWE Baskets, die zunächst nervös und gehemmt wirkten, ihre Optionen am Brett. Die Gäste kamen nicht zu Punkten, blieben zunächst aber im Spiel, weil auch die 46ers sich viele Ballverluste leisteten. Als Gießen in den letzten Minuten des ersten Viertels offensiv ins Spiel fand und weiterhin Vorteile im Rebounding besaß, wuchs der Rückstand in den zweistelligen Bereich. Neun Ballverluste, 4:12 Rebounds und nur zwei Korberfolge bei elf Versuchen waren der statistische Beleg für den Fehlstart.

Im zweiten Abschnitt schien sich das Blatt dann kurzfristig zu wenden. Es waren Spieler von der Bank wie Dominic Lockhart und Jannik Freese, die den EWE Baskets Energie gaben. Zudem begann auch der Distanzwurf zu fallen. Rickey Paulding verwandelte den ersten Oldenburger Dreier im achten Versuch, Maxime De Zeeuw und erneut Paulding legten nach und verkürzten auf 16:23. Schon in dieser Phase aber ließen die Gäste viele Möglichkeiten liegen, der Partie eine Wendung zu geben. Stattdessen sorgte ein unsportliches Foul von Vaughn Duggins für einen erneut wachsenden Rückstand. Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte dann Andreas Obst, der per Dreier zum 24:32 traf.

Ab Mitte des dritten Abschnitts setzten sich die Gastgeber dann noch deutlicher ab. Ein Distanzwurf von Joshika Saibou startete einen Gießener 9:0-Lauf. Die Oldenburger, bei denen einige Leistungsträger nicht in die Partie fanden, verkürzten den Rückstand zwar wieder auf sieben Zähler, mussten zum Ende des Viertels aber erneut fünf Punkte des starken Andreas Obst hinnehmen (40:50).

Vergebene Oldenburger Chancen und eiskalte Gastgeber sollten dann auch die Geschichte des letzten Viertels bleiben. Mehrfach hatte die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic die Gelegenheit, die Begegnung wieder eng zu gestalten, traf aber in diesen Momenten auch offene Würfe nicht. Die GIESSEN 46ers hingegen leisteten sich nun weniger Ballverluste und trafen im vierten Abschnitt zudem hochprozentig aus der Distanz.

Zunächst konnte Paulding nicht auf drei Zähler verkürzen, im Gegenzug traf dann erneut Obst zum 53:44. Auch zwei Korbleger von Vaughn Duggins und Philipp Schwethelm beantworteten Skyler Bowlin und Andreas Obst von der Dreierlinie. Während den Oldenburgern weiter zu viele Fehler unterliefen, spielten die Gastgeber selbstbewusst und sicherten sich den verdienten und am Ende auch deutlichen Sieg. Die EWE Baskets Oldenburg benötigen nun am Samstag (20.30 Uhr) gegen medi bayreuth dringend einen Erfolg.

Bild: Michael Schepp