Bamberger Defensive erdrückt EWE Baskets

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Brose Bamberg hat sich für die EWE Baskets Oldenburg am Sonntag als zu stark erwiesen. Vor 6000 Zuschauern in der großen EWE Arena unterlagen die Oldenburger mit 62:83.

Trotz einer kämpferischen Vorstellung konnten die EWE Baskets am 25.Spieltag der BBL nicht den ersehnten Heimsieg einfahren. Besonders die Defensive des deutschen Meisters Brose Bamberg erwies sich für die Oldenburger als zu stabil. Ab dem zweiten Abschnitt übten die Gäste konstant hohen Druck auf die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic aus. Die Gastgeber verloren so den Rhythmus und trafen nur 41 Prozent aller Würfe aus dem Feld. Neben Topscorer Rickey Paulding (22 Punkte) und Brian Qvale (16 Zähler) fehlten weitere verlässliche Optionen in der Offensive. Bamberg hingegen bewegte den Ball gut und konnte das Offensivspiel auf viele Schultern verteilen.

Zunächst hatten die EWE Baskets mit hoher Energie begonnen, zeigten den Willen, die Ausfälle von Vaughn Duggins und Maxime De Zeeuw zu kompensieren. Die Gäste hingegen fanden nur schwer in die Partie. Besonders Brian Qvale dominierte unter den Brettern. Das 11:6 war bereits der zehnte Zähler von Qvale, der zudem im ersten Abschnitt fünf Rebounds einsammelte. Rickey Paulding und Philipp Schwethelm legten jeweils aus der Distanz nach, die Arena kochte beim Stand von 17:9. 6:1 Rebounds hatten die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt gesammelt, die zudem kaum einfache Abschlüsse der Gäste erlaubten.

Nun aber zeigten die Bamberger ihre Klasse. Besonders Daniel Theis veränderte von der Bank kommend das Spiel und trieb einen 10:0-Lauf der Gäste an, die mit dem 19:17 früh im zweiten Abschnitt durch Darius Miller in Führung gingen. Die Oldenburger kamen über mehrere Minuten kaum zum Korberfolg, wehrten sich aber weiterhin. Ein langer Dreier von Chris Kramer und zwei weitere Distanztreffer durch Rickey Paulding und Chris Kramer brachten die Gastgeber noch einmal in Führung (30:27). Die Bamberger aber hatten nun endgültig ins Spiel gefunden und waren besonders in der Offensive nicht zu stoppen. Gleich drei Treffer von der Dreierlinie sorgten für einen 30:36-Rückstand. Es fehlten nun die Mittel in der Offensive, die Gäste kamen zu einfachen Punkten im Fastbreak und führten zur Halbzeit mit 44:33. Ein 17:3-Lauf hatte die Begegnung vorentschieden.

Denn auch aus der Halbzeit kamen die Bamberger sehr präsent, übten immensen Druck auf die EWE Baskets aus und fanden in der Offensive am Brett gute Abschlüsse. Auf Oldenburger Seite war es vor allem Rickey Paulding, der nun in der Offensive noch Akzente setzen konnte und per Dreier auf 36:46 verkürzte. Die Gäste erlaubten aber zu keinem Zeitpunkt noch einmal Spannung. Ein 9:0-Lauf sorgte für klare Verhältnisse auf dem Parkett (39:55). Die Gastgeber versuchten weiterhin mit hohem Engagement im Spiel zu bleiben, trafen mehrfach aus der Distanz. Dirk Mädrich verwandelte von der Dreierlinie zum 47:59, Bamberg aber konterte bis zum Viertelende mit einem 7:0-Lauf.

Im letzten Viertel bewegten die Gäste den Ball weiterhin herausragend und setzen sich deutlicher ab. Für den Schlusspunkt per Dunking zum 62:83 sorgte aber Rickey Paulding, für den Gästetrainer Andrea Trinchieri in der Pressekonferenz besondere Worte fand: "Er war heute wie Picasso! Wir haben wirklich harte Defense gespielt und dennoch war jeder Korb von ihm wie ein Meisterwerk. Vor einigen Jahren wollte ich ihn nach Italien holen. Aber keine Chance, den kriegst du nicht aus Oldenburg weg."

Bild: Ulf Duda/fotoduda.de