EWE Baskets in Würzburg auf dem falschen Fuß erwischt

vom .

Die beiden intensiven Partien zuvor gegen Spitzenreiter Ulm am vergangenen Wochenende und gegen den frisch gekürten türkischen Pokalsieger Banvit BK unter der Woche haben wohl zu viel Kraft gekostet.

Mit einer deutlichen 73:98-Niederlage am 24. Spieltag der easyCredit BBL am Freitagabend bei s.Oliver Würzburg mussten die EWE Baskets die Heimreise nach Oldenburg antreten.

„Bei allem Respekt vor unserer eigenen Leistung: Wir haben die Oldenburger natürlich auch zwischen zwei schweren Spielen in der Basketball Champions League zum richtigen Zeitpunkt erwischt“, sagte Würzburgs Coach Dirk Bauermann.

Der Auftakt vor 3.089 Zuschauern lief aus Oldenburger Sicht verhalten. Mit einem knappen Rückstand von 17:20 ging es nach dem 1. Viertel in die erste kurze Pause. Während das gesamte Team der EWE Baskets die ersten zehn Minuten dazu nutzte sich zu sortieren, drehte einer wieder wie von der Leine gelassen auf: Chris Kramer, der seit Wochen in bestechender Form spielt.

7 Punkte, 2 Rebounds und 3 Assists standen für Kramer bereits nach dem ersten Durchgang zu Buche.

Allerdings: Ab dem 2. Viertel stand dann so gut wie jeder Oldenburger Spieler neben sich. 6 Turnover nach 13 Minuten Spielzeit und es wurde nicht besser. Den EWE Baskets gelang nicht nur in dieser Phase kaum eine gute Aktion. Erst ein Dreier von Rickey Paulding, mit 14 Punkten Oldenburger Topscorer der Partie, zum 24:35-Zwischenstand bremste den Lauf der Würzburger ein wenig ein, die sich von Spielzug zu Spielzug in eine kleinen Rausch spielten.

Doch Würzburg, das zwischenzeitlich bis auf 14 Punkte enteilt war, wurde erst kurz vor der Halbzeit aus dem Takt gebracht, als Drijencic nach einer Auszeit in der 18. Spielminute kurzzeitig auf eine 2-3-Zonenverteidigung umstellte. Plötzlich war auch ein wenig Sand im Getriebe der Gastgeber und Oldenburg betrieb Ergebniskosmetik, so dass es „nur“ mit einem 34:43-Rückstand in die Pause ging.

Mitte des 3. Viertels erzielte Mo Stuckey per Dreier seinen bis dahin 20. Punkt und Vincent Sandford erhöhte kurz darauf per Korbleger- und die EWE Baskets sahen sich plötzlich mit 20 Punkten im Rückstand (43:63). Und es ging weiter und wurde noch schlimmer: Gut zwei Minuten vor Viertelende erhöhte Jake Odum auf 75:46 für Würzburg, das den Vorsprung hielt und ein 77:48 ins Schlussviertel mitnahm.

Auch wenn das letzte Viertel nur mit 21:25 verloren ging, so reihte es sich von der Wirkung her doch an die zuvor deutlich entglittenen Spielabschnitte an. Auch das gehört zur Bilanz dieses Spiels: 37 Würzburger Rebounds standen nur 24 Oldenburger Rebounds gegenüber. Zudem leistete sich Würzburg nur 7 Turnover, Oldenburg dagegen doppelt so viele. Eine Aufholjagd konnte so nicht initiiert werden.

In der Tabelle bleiben die EWE Baskets Siebter und haben auf den 9. Rang immer noch genügend Abstand, bevor es am nächsten Spieltag zu Hause gegen Meister Bamberg geht.

Foto: Viktor Meshko