Braunschweiger Dreierregen kann EWE Baskets nicht stoppen

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Die EWE Baskets Oldenburg bleiben weiter auf Erfolgskurs und feierten den siebten Sieg in Serie. Eine starke zweite Halbzeit sicherte den 83:76-Erfolg bei den Basketball Löwen Braunschweig. Damit festigen die Oldenburger den sechsten Platz in der easyCredit BBL.

Vorteile am Brett, gutes Rebounding und nur wenige Fehler im Spielaufbau – es waren die Grundlagen des Basketballs, mit denen die EWE Baskets sich den wichtigen Auswärtssieg bei den Basketball Löwen Braunschweig sicherten. Damit trotzten die Oldenburger den Gastgebern, die über weite Strecken auch schwerste Würfe aus der Distanz trafen. Zehn von elf Versuchen von der Dreierlinie hatten die Braunschweiger bis zur Halbzeit getroffen, am Ende sollten es immer noch starke 58 Prozent bleiben. Die Oldenburger hingegen hatten Vorteile im Rebounding (38:33), limitierten die Wurfquoten der Gastgeber aus Nah- und Mitteldistanz (34 Prozent) und erzwangen im Spielverlauf eine höhere Fehlerzahl der Basketball Löwen im Aufbau (16 Ballverluste). Mit dem Erfolg in Braunschweig bleiben die EWE Baskets im Jahr 2017 ungeschlagen.

Zunächst hatten die Gäste vor allem an der Dreierlinie nicht mit der nötigen Intensität begonnen. Das 4:0 durch Brian Qvale sollte so für lange Zeit die letzte Oldenburger Führung bleiben. Bereits der dritte Braunschweiger Dreier durch Dyshawn Pierre sorgte für das 7:11 aus Oldenburger Sicht. Der wiedergenesene Chris Kramer traf zwar ebenfalls aus der Ecke, Carlton Guyton antwortete jedoch wieder von jenseits der Dreierlinie und erhöhte mit dem fünften Dreier der Gastgeber auf 17:10. Die EWE Baskets ließen sich dazu verleiten, ebenfalls aus der Distanz mithalten zu wollen, trafen aber nur einen der ersten neun Versuche. Punkte nach Offensivrebounds und ein starker Vladimir Mihailovic, der am Ende mit 19 Punkten Topscorer der Oldenburger wurde, hielten die Gäste im Spiel. Gleichwohl lautete der Spielstand nach zehn Minuten 19:27.

Auch im zweiten Abschnitt sollte sich zunächst wenig ändern, die Oldenburger hatten das Spiel am Brett unter Kontrolle, die Gastgeber aber hatten sich nun in einen Rausch geworfen und trafen auch schwerste Versuche. Trotzdem verkürzten die EWE Baskets durch zwei Distanzwürfe von Vladimir Mihailovic auf 29:32. Weitere Treffer von der Dreierlinie und der nie zu stoppende Carlos Medlock, der mit 28 Punkten Topscorer wurde, sorgten aber dafür, dass die Gastgeber sich wieder absetzten. Bezeichnend dann der Schlusspunkt der ersten Halbzeit, den Medlock per Buzzer-Beater aus der eigenen Hälfte zum 33:44 setzte.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte zeigten die Oldenburger dann ein deutlich anderes Gesicht. Mit intensiver Verteidigung erzwang die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic einige Ballgewinne und verkürzte schnell auf 39:44, konnte die Begegnung aber noch nicht drehen.
Als Rickey Paulding nach einem erfolgreichen Korbleger vehement ein Foulpfiff forderte, die EWE Baskets hatten bis zu diesem Zeitpunkt nur drei Freiwürfe erhalten und der Kapitän dafür ein technisches Foul bekam, erwies sich dies als letzter nötiger Funke. Wenige Minuten später traf Philipp Schwethelm aus der Distanz zum 53:51. Die Oldenburger wirkten nun stärker, auch wenn die Gastgeber lange in Schlagdistanz blieben.

Auf Seiten der Gäste führte Chris Kramer, der 10 Punkte, sechs Assists, fünf Rebounds und fünf Steals sammelte nun stark Regie. Das Team fand immer wieder Brian Qvale, der in der Zone dominierte. Für die Vorentscheidung aber sorgte dann Rickey Paulding. Auf den Ausgleich durch Carlos Medlock antwortete Paulding mit elf Punkten in kurzer Zeit und sorgte für das 80:71 zwei Minuten vor dem Ende. Der starke Maxime De Zeeuw (11 Punkte/9 Rebounds) brachte den Sieg dann mit wichtigen Zählern über die Zeit.

Stimme zum Spiel:
Mladen Drijencic: " Ich denke, die Zuschauer haben heute ein sehr gutes Spiel gesehen. Frank (Menz) und sein Trainerteam haben einen guten Gameplan ausgearbeitet und wir im Umkehrschluss haben unseren in der 1. Halbzeit nicht verfolgt. Hinzukommend hat uns die hochprozentige Trefferquote der Löwen nicht geholfen. Wir haben gedacht, das, was die können, können wir auch. Wir haben geworfen, aber die Wurfauswahl war katastrophal. In der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, aggressiver zu spielen. Wir wollten mehr Druck ausüben, haben das getan und uns grundsätzlich verbessert, auch defensiv. Daher denke ich, dass das Ergebnis ein verdienter Sieg war."

Bild: Robert Kagelmann