EWE Baskets feiern Sieg des Willens

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Die EWE Baskets Oldenburg haben sich den ersten Heimsieg in der Basketball Champions League mit großer Leidenschaft verdient. Vor 2213 Zuschauern in der kleinen EWE Arena besiegten die Oldenburger PAOK Thessaloniki mit 67:62.

Einen Sieg des Willens feierten die EWE Baskets Oldenburg am Dienstagabend. Obwohl die Oldenburger katastrophal in die Begegnung starteten und zu kaum einem Zeitpunkt einen konstanten offensiven Rhythmus fanden, verdienten sich die Gastgeber den ersten Heimsieg in der Basketball Champions League. Das Team von Headcoach Mladen Drijencic kämpfte sich in die Partie, übte großen Druck auf die Gäste aus und drehte damit das Spiel. 23 Ballverluste erzwangen die EWE Baskets und konnten so auch eine Wurfquote von 36,5 Prozent verkraften. Zudem wurden insgesamt 16 Offensivrebounds gesammelt. Genug, um mit dem Erfolg den dritten Platz in der Gruppe C zu festigen.

Zunächst hatten die Fans in der kleinen EWE Arena aber schnell die Hoffnung aufgeben müssen, dass auf die Niederlage in Bremen ein guter Start in die Partie folgen würde. Die Gastgeber begannen gegen sehr druckvoll agierende Gäste verunsichert und konnten in den ersten fünf Minuten keinen Korb aus dem Feld erzielen. 1:13 lautete der Spielstand nach nicht einmal fünf Minuten. Auch in der Folge gelang es den Oldenburgern zunächst nicht die Gäste nachhaltig zu stoppen, die hochprozentig am Brett trafen und 24:11 nach dem ersten Viertel führten.

Von einer stimmungsvollen Kulisse angetrieben, kämpften sich die EWE Baskets dann aber langsam in die Begegnung, übten großen Druck über das ganze Feld aus und zwangen PAOK nun zu vielen Fehlern. Besonders über die Schnellangriffe kamen die Gastgeber zu einfachen Punkten. Frantz Massenat verkürzte auf 21:24, kurze Zeit später stand es gar 23:24. Fast fünf Minuten hatten die Griechen keinen Korb erzielt, die sich bis zur Halbzeit aber wieder leicht absetzen konnten (27:33).

Im dritten Viertel bewegten sich beide Mannschaften dann auf Augenhöhe. PAOK setzte sich zwischenzeitlich wieder leicht ab (41:46), ein Distanzwurf von Dirk Mädrich brachte die Gastgeber aber wieder heran, die nur mit einem knappen Rückstand in das letzte Viertel gingen. Spätestens als Maxime De Zeeuw per Dunking zur ersten Oldenburger Führung traf (52:51), kochte die Arena. Darryl Bryant hielt die Gäste aber mit Treffern aus der Distanz im Spiel.

Das letzte Signal zum Erfolg setzte dann Chris Kramer, der einen Fastbreak der Gäste per Monsterblock stoppte. Kurze Zeit später traf Rickey Paulding aus der Distanz zum 63:62, Brian Qvale erhöhte 24 Sekunden vor dem Ende auf 65:62. Den letzten Angriff verteidigten die EWE Baskets stark, so dass der Dreier für die Griechen nicht fiel und die Oldenburger sich für den verdienten Erfolg feiern lassen durften.

Text: Christian Ruhe, EWE Baskets Oldenburg

Bild: Ulf Duda, fotoduda.de