EWE Baskets geben Sieg im Nord-Duell aus der Hand

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Die EWE Baskets Oldenburg haben ihre Siegesserie in Spielen gegen die Eisbären Bremerhaven nicht fortsetzen können. Die Oldenburger unterlagen am Sonntag mit 92:97 nach Verlängerung in der Bremer ÖVB-Arena.

Mit einem ungewohnten Gefühl mussten sich die EWE Baskets Oldenburg nach 45 umkämpften Minuten im Nord-Duell der BBL anfreunden. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2008 verloren die Oldenburger eine Auswärtspartie bei den Eisbären Bremerhaven. In der Verlängerung gelang es den Gästen nicht mehr, die Schützen der Gäste aus dem Spiel zu nehmen. Die Gastgeber nutzten die nachlassenden Kräfte des Teams von Headcoach Mladen Drijencic, trafen gleich vier Dreier in der zusätzlichen Spielzeit und verdienten sich den Erfolg.

Zunächst hatte in Bremen wenig nach einer Niederlage im Nord-Duell ausgesehen. Die Oldenburger dominierten die ersten zehn Minuten. Mit konzentrierter und aggressiver Verteidigung sorgten die Gäste dafür, dass die Eisbären zunächst keinen Rhythmus in der Offensive fanden. Auf der anderen Seite bewegten die EWE Baskets den Ball gut und zwangen die Gastgeber zu vielen Fouls. Rickey Paulding sorgte aus der Distanz für die erste zweistellige Oldenburger Führung (12:2), in der Folge verpassten die Gäste aber mit leichten Fehlern diese noch auszubauen.

In den zweiten zehn Minuten zeigte sich dann aber ein völlig anderes Bild. Die EWE Baskets verteidigten nun nicht mehr konsequent genug und erlaubten den Gastgebern in die Partie zu finden. Kyan Anderson war es, der aus der Distanz den Zündfunken für die Eisbären lieferte. Mit seinem zweiten verwandelten Distanzwurf verkürzte Anderson auf 23:26. Die Oldenburger hingegen zeigten nun gegen die wechselnde Verteidigung Probleme den Ball konstant ans Brett zu bringen, erlaubten sich zudem unnötige Ballverluste und verwandelten die Freiwürfe nicht konstant genug. So drehte sich die Begegnung, die Gastgeber erspielten sich eine 36:31-Führung, die EWE Baskets verkürzten aus der Distanz aber bis zur Halbzeit auf 41:43.

Nach der Pause gelang es den Gästen dann zunächst in der Defensive wieder zu höherer Intensität zu finden. Besonders Chris Kramer ging dabei für seine Mannschaft voran, erzwang viele Ballgewinne, mit denen die Oldenburger wieder die Spielkontrolle übernahmen. Wann immer die über 400 mitgereisten Fans der EWE Baskets aber auf die Initialzündung hofften, erlaubten sich das Team von Headcoach Mladen Drijencic einen Ballverlust in der Offensive. Brian Qvale konnte die Partie zwar per Dunk plus zusätzlichem Freiwurf ausgleichen, die Gastgeber gingen aber mit einer knappen Führung in das letzte Viertel (58:56).

Im vierten Abschnitt schienen dann gar zunächst die Eisbären Bremerhaven auf der Siegerstraße zu sein, führten mit 67:58. Die Oldenburger kamen angeführt von Topscorer Rickey Paulding (26 Punkte) zurück, der sich gut eine Minute vor dem Ende einen wichtigen Offensivrebound sicherte und zur Führung traf (74:73). Wieder waren es aber leichte Fehler, die einen Sieg nach regulärer Spielzeit verhinderten. Maxime De Zeeuw spielte den Ball nach einem gesicherten Rebound in die Hände der Gastgeber, die so ausgleichen konnten. Mit fünf Sekunden Restspielzeit gelang es den Gästen dann nicht, den Einwurf zum eigenen Mann zu bringen. Fehler, die sich in der Verlängerung rächen sollten.

Text: Christian Ruhe (EWE Baskets Oldenburg)

Foto: Ulf Duda / fotoduda.de