EWE Baskets gewinnen dramatisches Derby

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Im Derby gegen RASTA Vechta haben die EWE Baskets Oldenburg den ersten Saisonsieg gefeiert. In der ausverkauften EWE Arena sicherten sich die Oldenburger den 79:76-Erfolg mit einer guten Vorstellung in der Verteidigung, dominierten über weite Strecken und machten es am Ende mit einigen Ballverlusten unnötig spannend.

Die 6000 Fans mussten nach der Schlusssirene erst einmal durchatmen, hatten die EWE Baskets sich doch fast um den verdienten Lohn für eine über weite Strecken gute Vorstellung in der Verteidigung gebracht. 75:59 führten die Gastgeber Mitte des vierten Viertels und schienen den Erfolg im Derby gesichert zu haben. Mehrere unnötige Ballverluste und plötzlich aus der Distanz treffsichere Gäste machten die Begegnung mit einem 0:14-Lauf wieder spannend. Am Ende aber brachten die Oldenburger den Sieg nach Hause.

Zuvor hatten die Oldenburger die Partie ab Mitte des ersten Viertels vor allem defensiv bestimmt, hatten die Trefferquote von RASTA Vechta über weite Strecken in Richtung 30 Prozent gedrückt. Zudem dominierten die EWE Baskets im Rebounding, sicherten sich 44:30 Abpraller und legten damit die Basis für den Heimsieg.

Philipp Schwethelm hatte die Partie mit seinem 400. Dreier in der BBL eröffnet, die Gäste aber fanden zunächst den besseren Rhythmus und führten mit 13:6. Dann erhöhten die Gastgeber den Druck in der Defensive, erlaubten bis zur Halbzeit kaum noch offene Würfe und übernahmen die Spielkontrolle. Angeführt von Frantz Massenat, der fünf von sechs Dreiern traf und insgesamt 18 Punkte erzielte, setzten die Oldenburger sich ab und führten zur Halbzeit mit 40:29.

Nach der Halbzeit veränderte sich am Bild auf dem Parkett zunächst wenig. Die Gäste trafen nicht aus der Distanz und vergaben viele Gelegenheiten von der Freiwurflinie, während die Oldenburger sich weiter absetzten und zwischenzeitlich mit 17 Zählern führten.

Nach einem Monsterblock gegen Christian Standhardinger und dem folgenden Alley-oop-Dunk zum 75:59 von Rickey Paulding, schien die Begegnung entschieden. Unerklärliche Ballverluste, 22 leisteten die EWE Baskets sich insgesamt, ließen die Gastgeber aber noch einmal um den Erfolg zittern.

Stimmen zum Spiel:

Mladen Drijencic: „Wir wussten vor dem Spiel, dass Lokalderbys ihre eigenen Gesetze haben. Die ersten 30 Minuten haben wir ordentlich gespielt. Für das letzte Viertel habe ich keine Erklärung. Heute haben wir Glück gehabt, dass der Sieg in Oldenburg geblieben ist.“

Andreas Wagner: „In der ersten Halbzeit waren wir von Oldenburg beeindruckt, in der zweiten Hälfte sind wir noch einmal rangekommen und hatten die Chance zum Sieg, aber wir verwerfen 15 Freiwürfe.“

Bild: Ulf Duda/fotoduda.de