Perepeliukovs besonderes Jahr: NBBL-Leistungsträger, Abitur in Russland

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Am vergangenen Sonntag bot das NBBL-Team dem Titelfavoriten YOUNG RASTA DRAGONS über drei Viertel eine Partie auf Augenhöhe. Bemerkenswerter wird die Leistung noch durch das Fehlen des Leistungsträgers Anton Perepeliukov, der Anfang April in seine Heimat Russland zurückkehrte, um dort seinen Schulabschluss zu machen.

Im vergangenen Sommer war Perepeliukov gemeinsam mit Headcoach Artur Gacaev nach Oldenburg gekommen. Den Weg nach Deutschland hatte der 18-Jährige aber bereits im Jahr 2015 gefunden. Seine Eltern wollten Perepeliukov Auslandserfahrungen ermöglichen und fanden die passende Möglichkeit bei Artur Gacaev. Der ehemalige russische Nationalspieler nahm den talentierten Basketballer unter seine Fittiche. So entstand die Möglichkeit, den Besuch des Gymnasiums in Paderborn mit der NBBL zu kombinieren.

Als Gacaev dann im vergangenen Sommer zur Baskets Akademie Weser-Ems wechselte, entschied sich auch Anton Perepeliukov den gemeinsamen Weg fortzusetzen. Gasteltern fand Anton in der Familie seines Teamkollegen Melvin Papenfuß. Neben dem Besuch der BBS Haarentor und seinen Einsätzen in der NBBL und ProB, musste Perepeliukov eine weitere Belastung meistern. In einer Art Fernstudium bereitete er sich auf das Abitur in der Heimat vor, absolvierte die Vorprüfung im Dezember hervorragend.

Für die NBBL der Baskets Akademie Weser-Ems erwies sich Perepeliukov als wichtiger Baustein einer höchst erfolgreichen Spielzeit. Gemeinsam mit Jacob Hollatz und Piet Niehus bildete sich eine der besten Guard-Besetzungen der Liga. Perepeliukov steuerte 14,8 Punkte und 5,5 Rebounds zum Teamerfolg bei, kam zudem zu insgesamt 12 Einsätzen im ProB-Team.

„Anton hat in den beiden Jahren extrem diszipliniert gearbeitet, hat sich die deutsche Sprache sehr schnell angeeignet und war auch im Training total lernwillig. Er hat unserer Mannschaft sehr geholfen, auf der anderen Seite eine sehr schöne Zeit hier gehabt und viele Freunde gefunden. Mich hat beeindruckt, wie er die Mehrfachbelastung gemeistert hat. Dies war nur möglich, weil die Unterstützung hier hervorragend war. Ob Klaus Kertscher, der Anton außerhalb des Parketts betreut hat oder Martin Papenfuß, der ihn oft zum Training brachte oder die Trainer in der Baskets Akademie, jeder hat großen Anteil daran“, fasst Artur Gacaev die gemeinsame Zeit zusammen.

Anfang April musste sich Anton Perepeliukov dann wieder in seine Heimat Rostov begeben, um sich dort auf das Abitur vorzubereiten, drückt aber für das Viertelfinale gegen die YOUNG RASTA DRAGONS die Daumen. Nach dem Abitur soll dann neben einem Studium aber auch der Basketball weiterhin eine große Rolle spielen.

Bild: Uwe Schucht