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ALBA BERLIN - EWE Baskets Oldenburg

Momentum nutzen: EWE Baskets wollen Serie in Berlin drehen

11.05.2018

Die EWE Baskets Oldenburg reisen mit einem positiven Gefühl und gestärktem Selbstvertrauen zum dritten Spiel nach Berlin. Mit einem Sieg bei ALBA BERLIN könnten die Oldenburger morgen (18 Uhr) die Serie gegen den Favoriten drehen und sich den Matchball am Dienstag in der Großen EWE Arena sichern.

Ballgewinn Mahalbasic, Ballgewinn Paulding, Ballgewinn Moore – nur 95 Sekunden brauchte es im zweiten Spiel gegen ALBA BERLIN, um alle Prognosen, die einen einfachen Berliner Sweep erwarteten auszuhebeln. Die EWE Baskets traten mit großem Herz und enormer Intensität auf, entzündeten damit den Playoff-Modus bei allen Oldenburgern und legten die Basis für den Ausgleich. Ein Erfolg, der auch zu einem großen Teil den Fans zu verdanken ist, die den Funken der ersten Ballgewinne nutzten und ein Stimmungsfeuerwerk entfachten. Energie von den Rängen, die der Mannschaft in schweren Phasen half, immer wieder gegen die Mauer zu schlagen, bis diese am Ende brach, wie es Rasid Mahalbasic nach der Partie ausdrückte.

Die Playoff-Euphorie ist zurück in Oldenburg, wie deutlich über 100 Anmeldungen zur Auswärtsfahrt nach Berlin, aber vor allem eine für die vierte Partie bereits am Vatertag ausverkaufte Große EWE Arena zeigen. Nicht genutzte Restkarten aus dem Gästekontingent dürften allerdings am Montag (15 Uhr) in den Verkauf gehen. Dann bietet sich also noch eine weitere Gelegenheit am Dienstag dabei zu sein.

Wenn es dann mit einem Matchball in die Partie gehen soll, müssen die EWE Baskets am Samstag in Berlin noch einmal eine Energieleistung auf das Parkett bringen. Nur mit höchster Intensität in der Verteidigung wird die Berliner Offensive einzudämmen sein, die in den letzten zehn Partien 96,6 Punkte im Schnitt erzielte. Dabei bleibt Luke Sikma der Dreh- und Angelpunkt, der in den ersten beiden Partien mit 16,5 Punkten und 7,5 Rebounds im Schnitt effektiv agierte, dem die Oldenburger bei nur zwei Assists und drei Ballverlusten in Oldenburg aber die spielerische Leichtigkeit abnahmen. Dazu gilt es auch Peyton Siva zu kontrollieren, der mit 17,5 Punkten und 7,5 Assists bisher der stärkste ALBA-Spieler der Serie ist.

Für einen Sieg im dritten Spiel werden die EWE Baskets wohl erneut darauf setzen, dem Berliner Angriff Ballverluste abzuringen. Gleich 16 Turnover waren es in Oldenburg, die EWE Baskets erarbeiteten sich so 14 Wurfversuche mehr als die Gäste. Zudem schloss ALBA zwar hochprozentig aus Nah- und Mitteldistanz ab (69 Prozent), kam aber deutlich seltener unter dem Korb zum Abschluss als die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic.

Beim dem Versuch, die Serie in die Oldenburger Richtung zu drehen, wird natürlich auch den beiden Oldenburger Topscorern Rasid Mahalbasic und Rickey Paulding große Bedeutung zukommen. Mahalbasic fand in der zweiten Partie die richtige Antwort auf die Berliner Verteidigung, war im Duell Mann gegen Mann von Dennis Clifford, Bogdan Radosavljevic und Luke Sikma nicht zu stoppen und fand auch gegen doppelnde Gäste Lösungen. Dazu nutzten die Oldenburger die oft aggressive Pick&Roll- Verteidigung der Berliner. Mahalbasic täuschte den Block häufig nur an, suchte schnell den Weg zum Korb und sicherte sich so den Vorteil gegenüber dem Gegenspieler.

Rickey Paulding zeigte einmal mehr, dass er in der Crunchtime einer der stärksten Spieler der BBL ist. 20 Punkte nach der Halbzeit, sieben alleine in der Verlängerung – Paulding überragte und kratzt an einem weiteren Meilenstein. Mit 19 Punkten in Berlin würde der Oldenburger Kapitän als erster Spieler (in der seit 1998 geführten Datenbank) die Marke von 6.000 Punkten erreichen.



Tabelle

PL TEAM PKT
5Telekom Baskets Bonn42:26
6medi bayreuth42:26
7EWE Baskets Oldenburg42:26
8FRAPORT SKYLINERS40:28
9s.Oliver Würzburg38:30

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Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (Head Coach): „Das Spiel in Oldenburg hat gezeigt, wie wir Berlin begegnen müssen und dieses Team auch schlagen können. Energie, Intensität und Druck in der Verteidigung müssen wir auch in Berlin auf das Parkett bringen. Unsere Mannschaft hat gezeigt, dass wir dazu in der Lage sind und wir konditionell so stark sind, dass wir diese Belastung auch mit einer kurzen Rotation meistern können.“

Players to watch

Machte trotz seiner Foulprobleme eine unauffällige aber starke Partie. Ordnete die Mannschaft, spielte sieben Assists und verursachte keinen Ballverlust. Muss in Berlin sicher wieder mit höherem Druck umgehen.
Der personfizierte Siegeswille nahm die Berliner Schützen im Spielverlauf aus der Partie. Spielte nahezu 40 Minuten, trieb das Team immer wieder an und beeindruckte auch in der Offensive. Muss das Team mit seiner Energie auch in Berlin anführen.
Eine weitere Galavorstellung in Berlin würde Paulding über die Marke von 6.000 Punkten in der BBL heben. 19 Zähler fehlen dem Oldenburger Kapitän